Lobpreis und wache prophetische Schau

Der Jesuit Papst Franziskus hat die Ordensgemeinschaften zum konkreten Dienst an den Menschen ermutigt und vor Weltlichkeit, Selbstbezogenheit und Isolation gewarnt. Die Ordensleute ermutigt er zu Gemeinschaft mit jung und alt sowie dem Gottesvolk und besonders zur direkten Begegnung mit Gott. #wach heißt neues Leben und nicht einfach überleben.

"Das gottgeweihte Leben geht auf und blüht in der Kirche und verwelkt; wenn es sich absondert", sagte der Papst am 2. Feber 2019 bei einem Gottesdienst im Petersdom gemeinsam mit den in Rom lebenden Ordensleuten. Anlass der Messe mit mehreren Tausend Mitgliedern von Männer- und Frauenorden war der Welttag des geweihten Lebens, den die katholische Kirche am 2. Februar begeht. Der Tag fällt mit dem Fest Mariä Lichtmess zusammen. Franziskus gehört selbst dem Jesuitenorden an.

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Er rief die Orden in seiner Predigt zudem auf, sich nicht mit Mittelmäßigkeit zufrieden zu geben. Das gottgeweihte Leben müsse stets "Lobpreis, der dem Volk Gottes Freude bereitet, prophetische Schau, die das offenbart, was zählt", sein. Dies garantiere ein blühendes Ordensleben, das auch sinkenden Mitgliederzahlen etwas entgegensetzen könne. Franziskus erteilte Selbstmitleid und Klagen eine Absage, ebenso verurteilte er "die Gewohnheit eines 'Man tut, was man kann' und 'Man hat es immer schon so gemacht'". Ordensleben sei nicht "Überleben" sondern "neues Leben", so der Papst: "Wir sind wenige, aber wir sind neues Leben." Franziskus ermutigte die katholischen Orden, die seit Jahren vor allem in Europa und Nordamerika Nachwuchsprobleme haben: "Mit Jesus findet man wieder den Mut voranzugehen und die Kraft, fest zu stehen. Die Begegnung mit dem Herrn ist die Quelle", so der Papst: "Gott begene man immer im Konkreten". 

In Österreich wurde in allen Diözesen der "Tag des geweihten Lebens" gefeiert.

[fkaineder]