Wache Begegnungen beim Medienempfang der Orden

„24 Stunden medien#wach“ lautete das Motto des Medientages 2019 im Kardinal König Haus in Wien-Hietzing, dem Bildungshaus der Jesuiten und der Caritas. In diesem Rahmen luden die Ordensgemeinschaften Österreich am 24. April 2019 Medienvertreter zum Medienempfang ein. Dabei wurden Arbeitsschwerpunkte der Ordensgemeinschaften vorgestellt, über das Charisma der Jesuiten und deren Tätigkeitsbereiche informiert und die 50 TeilnehmerInnen durch das Kardinal König Haus geführt. Es kam zu wachen Begegnungen und zu regem Erfahrungsaustausch. #wach

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50 Medienvertreter folgten der Einladung zum Medienempfang der Ordensgemeinschaften. Fotos: © Magdalena Schauer

Abt em. Christian Haidinger, der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der Männerorden, versicherte in seinen Begrüßungsworten, wie wichtig professionelle Medienarbeit für die Ordensgemeinschaften sei, wenn es etwa darum gehe, „uns selbst zu erklären oder Stellung zu beziehen zu gesellschaftlichen Anliegen“. Haidinger bedankte sich bei den Medienvertretern für ihre Unterstützung, ausdrücklich auch dafür, dass sie Licht in das Dunkel des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich gebracht hätten und sich dabei helfend für Opfer einsetzten.
Die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer, schloss sich dem Dank an die Medienvertreter an. Medienarbeit bestünde darin, die (religiöse) Botschaft verständlich und annehmbar zu machen, ohne sie zu verfälschen, sie konkret ins Leben hinein zu übersetzen. Das sei die bedeutenede Aufgabe von Medien, so Sr. Mayrhofer.

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Fotos: © Magdalena Schauer

Auf gutem Weg zur österreichischen Ordenskonferenz

Peter Bohynik, der Generalsekretär der Superiorenkonferenz, erinnerte an das Motto dieses Jahres 2019: „wach für ein gutes Leben aller“, mit dem die Ordensgemeinschaften auf das achtsame, wache Hinhören aufmerksam machen, die Basis des Ordensgelübdes Gehorsam. Wachheit habe für ihn nicht nur mit einer prägenden Geschichte zu tun und damit, diese bewusst zu leben, sondern auch mit der Fähigkeit, die Zukunft aktiv zu gestalten. Was im gemeinsamen Büro der Ordensgemeinschaften in der Freyung schon länger gelebt werde, das gute Miteinander von Frauen – und Männerorden, als Körperschaften aber noch getrennt sei, werde nun zusammengeführt in einer einzigen Körperschaft. „Wir sind gerade dabei, die Statuten neu zu schreiben, die Strukturen zu vereinfachen, bewusst den Weg hin zu einer gemeinsamen Zukunft der Frauen- und Männerorden zu gehen als österreichische Ordenskonferenz“, so Bohynik. Am 25. November 2019 werde es im Rahmen der Herbsttagungen der Orden die erste gemeinsame Generalversammlung der Männer- und Frauenorden als österreichische Ordenskonferenz geben.

Orden als wertvolle Orte für die Gesellschaft

Karin Mayer, seit 1. Oktober 2018 Leiterin des Referats für die Kulturgüter der Orden, erläuterte , wie sie ihre Aufgabe sieht. Sie will den Orden Unterstützung anbieten im Umgang mit den Kulturgütern, sie will helfen, das kulturelle Erbe der Ordensgemeinschaften zu erhalten. Orden als spirituelle Zentren, als Oasen der Stille, als Orte der Bildung, der Gesundheit und der Kultur sind „wertvolle Orte für die Gesellschaft. Ich will dazu beitragen, diese Orte zu erhalten und auch die Gesellschaft auf diese Werte immer wieder hinweisen.“

P. Bernhard Bürgler, Provinzial der Jesuiten in Österreich und Zweiter Vorsitzender der Superiorenkonferenz der Männerorden, war beim Medienempfang verhindert – und trotzdem präsent. In einer Videozuspielung stellte er die Ordensgemeinschaft, ihr Charisma und ihre vielfältigen Aufgaben vor. Anschließend berichtete sein Mitbruder P. Gustav Schörghofer, Pfarrer in Lainz-Speising und Künstlerseelsorger, über die Geschichte des Kardinal König Hauses und führte zusammen mit einer leitenden Mitarbeiterin die TeilnehmerInnen durch das Bildungshaus, den Bereich Stille in Wien, die Hauskapelle und die Konzilsgedächtniskirche. Vor dem Büffet waren die Medienvertreter noch eingeladen, das Video-Statement des Schriftstellers Ilija Trojanow zum Thema #wach mitzuverfolgen.

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Der Jesuit P. Gustav Schörghofer gehört zur Kommunität im Kardinal König Haus, ist Pfarrer in Lainz-Speisung und Künstlerseelsorger. Foto: © Magdalena Schauer

Link zum Bericht in der Kathpress

[hwinkler]