Der Tennisprofi der Missionar wurde

Eigentlich wollte er Tennisprofi werden: Mit 16 Jahren wurde er Österreichischer Jugendmeister, Anfang der 1990er Jahre bestritt er weltweit Profitennis-Turniere, durch die er sich bis Platz 580 der Weltrangliste vorarbeitete. Die Profi-Karriere schien vorgezeichnet, doch eine Gottes-Erfahrung änderte sein Leben gänzlich:Der aus Pfandl stammende Johannes Nepomuk Unterberger trat 2001 bei den Franziskanern ein und wurde 2013 zum Priester geweiht.

 

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Der Franziskaner der zuerst Tennisprofi war und dann seine Berufung hörte

 Der aus Pfandl stammende Johannes Nepomuk Unterberger war ein Talent in Sachen Tennis. Mit 16 Jahren wurde er Österreichischer Jugendmeister, Anfang der 1990er Jahre bestritt er weltweit Profitennis-Turniere, durch die er sich bis Platz 580 der Weltrangliste vorarbeitete. In Österreich wurde er 1996 Herren-Staatsmeister, 1997 Staatsmeister im Doppel. Die Profi-Karriere schien vorgezeichnet, doch eine Gottes-Erfahrung änderte sein Leben gänzlich: 2001 trat er bei den Franziskanern ein und wurde 2013 zum Priester geweiht.

Seinen Franziskaner-Habit kann Father Joe in Myanmar nur in der Kirche tragen, in der Öffentlichkeit ist das verboten. Im Dezember 2016 schließlich verließ der heute als Father Joe bekannte ehemalige Tennisprofi seine Heimat Österreich, um fortan als Missionar zu wirken. Er lebt seither in Myanmar, dem früheren Burma, in der größten Stadt des Landes Yangon.

Myanmar gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Erde. Insbesondere auf die Kinder wirkt sich die Armut der Menschen aus. Franziskaner und Franziskanerinnen kümmern sich in Waisen- und Armenhäusern um Mädchen und Buben, die ihnen anvertraut wurden. Oft fehlt es aber auch den Ordensleuten an den finanziellen Mitteln.
Father Joe kennt die Sorgen und Nöte in diesen Häusern: „Das wirkt sich dann auch so aus, dass die Kinder nur sehr einfache Nahrung bekommen und kaum Früchte und Fleisch essen. Das wiederum macht anfälliger für Krankheiten. Dieser Kreislauf ist fatal.“ Für ein Kind stehen derzeit pro Tag nur etwa 35 Cent für Nahrungsmittel zur Verfügung. Kein Wunder, dass dieses Budget keine gesunde und ausgewogene Ernährung zulässt. Neben den Lebensmitteln werden vor allem Hygiene-Artikel, Kleidung, Schuhe, Schulutensilien, Decken und Matratzen benötigt. Außerdem wären auch immer wieder ärztliche Behandlungen und Medikamente dringlich.

Father Joe ist es ein Herzensanliegen, den Kindern in den Waisenhäusern in Myaungtaga, Tonzan, Kyaiklat und Yangon Hilfen zukommen zu lassen. 274 Mädchen und Buben werden in diesen Häusern aktuell betreut. Jede auch kleine Spende aus der Heimat ist ihm sehr willkommen, um die Lebenssituation der Kinder zu verbessern.

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 Mädchen und Buben vom Haus für Kinder aus ärmlichen Verhältnissen in Kyaiklat

 

Spenden an P. Johannes Nepomuk Unterberger ofm (Father Joe) sind möglich über:

Missionsstelle der Diözese Linz
Kennwort: Waisenhäuser Myanmar
IBAN: AT71 5400 0000 0038 3117
BIC: OBLAAT2L

 

[mschauer]