Kirchenräume ermöglichen die Begegnung mit dem Heiligen

In der aktuellen Ausgabe von "Der Sonntag" (26. August 2019), der Wochenzeitung der Erzdiözese Wien, wird die Missionarin Christi, Kunsthistorikerin und Kirchenpädagogin Ruth Pucher porträtiert. Die Ordensfrau versucht seit vielen Jahren Interessierten Kunst – spirituelle wie auch weltliche – näher zu bringen. #wach

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Sr. Ruth Pucher ist Projektleiterin des Bereichs Kirchenpädagogik bei den Ordensgemeinschaften Österreich; auf die Frage, ob sie einen Tipp habe, wie man ein Kunstwerk in all seinen Facetten erfassen kann, antwortet die Ordensfrau im Interview: "Bei einem Kirchenraum würde ich zunächst vorschlagen: Bleiben Sie einmal hinten stehen. Geben Sie dem Auge Zeit, sich an die neuen Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Warten Sie, bis Sie den Raum wahrnehmen, sich alle Sinne auf ihn eingestellt haben. Stellen Sie sich dann die Frage: Wohin führt mich der Raum? Führt er mich den Mittelgang entlang? Wo laden mich Sessel und Bänke ein, mich hin zu setzen? Schauen sie dann genau, ob Sie ein Platz besonders anzieht? Gehen Sie dorthin und versuchen Sie die Kirche von dort aus weiter zu entdecken. Was sehen Sie? Und, ganz wichtig: Überfordern Sie sich nicht – Sie müssen ja nicht alles gesehen haben.“

Klar sei: Kirchenräume möchten anderen Menschen die Begegnung mit dem Heiligen ermöglichen und Künstler haben dafür geeignete Methoden gesucht. „Das sind manchmal Methoden, die jeder als schön ansieht, unter Umständen aber auch Methoden, die nicht jeder gleich schön findet.“

Aber Achtung: Schön sei beim Thema Kunst oft auch eine falsche Kategorie. „Jede Kunst ist geistgewirkt. Das heißt nicht, dass sie immer harmonisch, immer gefällig ist“, sagt Sr. Ruth Pucher.

Das ganze Interview mit Sr. Ruth Pucher können Sie hier lesen.

[rsonnleitner]