Missio: Sammlung am Dreikönigstag ist für weltweite Priesterausbildung

Priesterseminare in Afrika, Asien oder Lateinamerika müssten aus Geldgründen immer wieder Kandidaten ablehnen, berichtet Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner. Deshalb sammeln die Päpstlichen Missionswerke Österreich (Missio) heuer am Dreikönigstag am 6. Jänner in allen katholischen Pfarren für die Priesterausbildung in den ärmsten Ländern der Welt.

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Das Plakat zur diesjährigen Priestersammlung zeigt drei Priesterstudenten aus dem Priesterseminar Kandy in Sri Lanka. Dort werden 166 Studenten durch Spenden aus Österreich unterstützt. (c) Missio

"Wer einmal in Afrika, Asien und Lateinamerika gesehen hat, was Gott dort durch wunderbare Berufungen bewirkt, der führt gerne solche Sammlungen durch und hilft den jungen wachsenden Kirchen, gute Priester zu haben", bringt es P. Wallner auf den Punkt und versichert, dass jeder Cent auch tatsächlich bei den Betroffenen an kommt. Das Geld wird nicht nach Rom überwiesen, vielmehr fördert Missio Österreich mit den Spenden konkrete und geprüfte Projekte.

Im Jahr 2019 wurden in Österreich fast 600.000 Euro für die Priesterausbildung gesammelt. Dieses Geld kommt mehr als 80.000 Priester-Seminaristen in Afrika, Asien oder Lateinamerika zugute. Damit wird ihnen der Ausbildungsplatz, aber auch das tägliche Leben während der Ausbildung bezahlt. Die positiven Auswirkungen sind weitreichend, legt Missio dar: Priester seien neben ihrem priesterlichen Dienst oft die erste Anlaufstelle für Kranke und Hilfesuchende, in Afrika und Asien zudem außer ihrer pastoralen Bedeutung zugleich die obersten Sozialarbeiter ihrer Gemeinden. Da die staatliche Hilfe oft nicht funktioniert, sind es die Pfarrer, die vor einer Fülle von Herausforderungen stehen.

[rsonnleitner]