#einfach mutig sein: Gebetstag für geistliche Berufungen

"Habt keine Angst!" lautet das Motto des diesjährigen Weltgebetstages für geistliche Berufungen, der am 3. Mai auch in den Ordensgemeinschaften besonders gefeiert wird.

Plakatsujet Weltgebetstag 2020

Die Entscheidung in einen Orden einzutreten und bewusst den Dienst in der Kirche anzugehen, "braucht eine Portion Furchtlosigkeit": Das hat der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl, der in der österreichischen Bischofskonferenz für die Berufungspastoral zuständig ist, in einer Aussendung des Canisiuswerks vom Donnerstag betont. Unter dem Motto "Habt keine Angst!" ermutigt die katholische Kirche in ganz Österreich und weltweit rund um den 3. Mai zu kirchlichen Berufen. Der "Weltgebetstag für geistliche Berufungen" wird jährlich am vierten Sonntag nach Ostern gefeiert. "Ein Leben mit Gott" - egal ob als Christ oder auch in einem sogenannten "geistlichen Beruf" - ist laut Krautwaschl letztlich zwar immer "ein Wagnis", aber auch mit der Verheißung "eines Lebens in Fülle" verknüpft.

Der Leitsatz "Habt keine Angst! Fürchtet euch nicht!" sei nötig aufgrund der hohen Komplexität und der wachsenden Anzahl von Einflussgrößen auf Orientierung und Entscheidungen, meinte Krautwaschl zum "Weltgebetstag für geistliche Berufungen", der heuer bereits zum 57. Mal stattfindet. Nachsatz des Bischofs: Viele würden sich fragen, "was denn der richtige Weg für ihr Leben sei".

Auch heuer wären rund um den Weltgebetstag zahlreiche Veranstaltungen, wie Wallfahrten, Aktionstage oder Gebetsstunden für geistliche Berufungen geplant gewesen; wegen der Corona-Schutzmaßnahmen mussten die Diözesen aber zahlreiche Veranstaltungen absagen. Die Ersatztermine sollen rechtzeitig bekannt gegeben werden, so die Organisatoren.

Aufruf zu Mut bei Lebensentscheidungen

Gläubige sollen mutigen Lebensentscheidungen treffen, hatte zuvor bereits Papst Franziskus in seiner Botschaft für den Weltgebetstag festgestellt. Besonders erwähnte Franziskus dabei Menschen, die "wichtige Aufgaben in der Zivilgesellschaft" übernehmen, aber auch "Eheleute, die ich nicht umsonst gerne als, 'mutig' bezeichne".

Bezugnehmend auf sein Schreiben vom 4. August 2019, das er den Priestern gewidmet hat, kennzeichnen laut Franziskus vor allem Dankbarkeit, Mut, Einsatz und Lobpreis jede Berufung. Grundsätzliche Lebensentscheidungen würden immer Mut erfordern, so der Papst, der aber auch betonte, dass Gott die Zweifel und Schwierigkeiten der Gläubigen und Suchenden kenne. Mit der Zusage "Hab keine Angst, ich bin bei dir!" sollen Christen demnach befähigt werden, ihr Leben in den Dienst des Evangeliums zu stellen - in den verschiedenen Formen der Berufung.

Quelle: Kathpress, Canisiuswerk

[elisabeth mayr]