"Red Wednesday" in den Stiften St. Florian und Admont

Ein starkes Zeichen gegen die Christenverfolgung setzen zurzeit hunderte berühmte Kirchen, Stifte und Kathedralen weltweit: Sie erstrahlen in Rot. Auch das Stift St. Florian und das Stift Admont machen bei der Aktion "Red Wednesday" mit, zu der "Kirche in Not" aufgerufen hat.

Mit dem „Red Wednesday“ möchte das internationale katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT auf das Schicksal von Millionen verfolgten, unterdrückten und bedrohten Christen weltweit aufmerksam machen. In vielen Ländern weltweit werden rund um diesen Tag hunderte berühmte Kathedralen, Kirchen, Monumente und öffentliche Gebäude blutrot angestrahlt.Auch das Stift St. Florian (bei Linz) ist von 18. bis einschließlich 22. November Teil dieser Aktion.

Ein schaurig schönes Bild: Die rot erleuchtete Stiftkirche im St. Florian als Zeichen gegen die weltweite Christenverfolgung. (c) Stift St. Florian/Kerschbaummayr

Um auf das Schicksal von Millionen verfolgter und bedrohter Christen aufmerksam zu machen, erstrahlen heute, am Mittwoch (18. November) weltweit mehr als tausend Kirchen, Stifte, Klöster und Monumente blutrot. Die Farbe steht für das Blut der getöteten Christen, denn Christ sein war noch nie so gefährlich wie heute: Mehr als 260 Millionen Christen sind aktuell von Verfolgung, Diskriminierung und Gewalt aufgrund ihres Glaubens weltweit betroffen. 

In Österreich machen nach derzeitigem Stand zwei Stifte bei der Aktion mit: Das Stift St. Florian in Oberösterreich und das Stift Admont in der Steiermark.

St. Florian: "Religionsfreiheit ist Menschenrecht"

Das Kloster und die Stiftsbasilika der Augustiner Chorherrenstift St. Florian erstrahlen von Mittwoch, 18. November bis Sonntag, 22. November 2020 in Rot. „Religionsfreiheit ist ein ebenso grundlegendes Menschenrecht wie die Meinungsfreiheit und die Gewissensfreiheit, sie muss in allen Ländern der Welt geschützt sein. Deshalb ist es uns im Stift ein Anliegen, mit dieser starken Symbolik auf dieses Thema aufmerksam zu machen“, sagt Propst Johann Holzinger.

„Da darf St. Florian, Grabmal des Landespatrons und des ersten Märtyrers unseres Landes, nicht fehlen. Der heilige Florian, der vor 1716 Jahren in der Enns den Tod durch Ertränken erlitt, ist nach wie vor hochaktuell für das Thema Christenverfolgung: Er tat nicht mit, als sich der Kaiser selbst gottähnliche Verehrung zuschrieb, er eilte solidarisch seinen Mitchristen, die gefoltert wurden, zu Hilfe. Er zeigte Zivilcourage, als es darum ging, dagegen aufzutreten“, sagt Propst Johann Holzinger. Diesen Bekennermut bezahlte der heilige Florian bekanntlich mit seinem Leben.

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Auch das Stift Admont setzt sich in Rot gegen Christenverfolgung ein. (c) Stift Admont

Red Wednesday auch im Stift Admont

Neben dem Stift St. Florian macht auch das Benediktinerstift Admont bei der Aktion "Red Wednesday" mit. Dort bietet man zusätzlich noch bis 21. November eine Online-Gedenkwoche für verfolgte Christen an, da "das Christsein noch nie so gefährlich war wie heute", so Abt Gerhard Hafner in einer Aussendung am Dienstag.

Täglich wird das Stift über seine Homepage www.stiftadmont.at, Instagram (@benediktinerstiftadmont) und Facebook (@stiftadmont) Informationen zu Verfolgung, Diskriminierung von Christen und Gewalt aufgrund des Glaubens bereit stellen. ,,Mit unserer Onlinegedenkwoche und der blutroten Beleuchtung unserer Stiftskirche wollen wir auf das Schicksal unserer verfolgten und getöteten Schwestern und Brüder hinweisen'', informierte der Abt des Benediktinerstifts Admont. Auch die Heilige Messe wird die klösterliche Gemeinschaft am Mittwoch für alle verfolgte Christen feiern.

Quelle: Kathpress

[elisabeth mayr]