Österreichweite Solidaraktion der Ordensgemeinschaften

Am Tag des geweihten Lebens können sich Österreichs Ordensleute heute zwar nicht treffen, aber sie solidarisieren sich quer durchs ganze Land mit der Plakataktion der Tertiarschwestern. Erstmals haben sich heute auch Pfarren in Wien und OÖ sowie die Studierenden der Uni Salzburg der Aktion angeschlossen. 

 

Vieles ist anders in diesem Jahr. Der Lockdown dauert an und einer der wichtigsten Tage für das Ordensleben kann nicht so begangen werden, wie wir es gewohnt sind. Die Zusammenkünfte von Ordensleuten sind heute nicht möglich, sie wurden entweder verschoben oder für dieses Mal ganz abgesagt. Doch das bedeutet nicht, dass Österreichs Ordensleute untätig bleiben. Ganz im Gegenteil:

Sie nutzen den heutigen Tag, um ihre Stimmen zu erheben und zu protestieren:

Frauenorden
  • Die Barmherzigen Schwestern der Provinz Graz-Mitteleuropa,
  • die Barmherzigen Schwestern in Innsbruck,
  • die Barmherzigen Schwestern von Zams,
  • die Benediktinerinnen v. d. hl. Lioba im Kloster St. Gabriel,
  • die Caritas Socialis Schwestern in Wien,
  • die Congregatio Jesu in St. Pölten,
  • die Don Bosco Schwestern aus Baumkirchen,
  • die Don Bosco Schwestern aus Vöcklabruck,
  • die Don Bosco Schwestern aus Salzburg,
  • die Don Bosco Schwestern aus Stams,
  • die Elisabethinen Graz,
  • die Franziskanerinnen von Amstetten,
  • die Franziskanerinnen von Vöcklabruck,
  • die Gemeinschaft der Schwestern Jesu,
  • die Herz-Jesu-Schwestern in Wien,
  • die Kleinen Schwestern Jesu in Wien,
  • die Kreuzschwestern in Innsbruck,
  • die Kreuzwschestern Gmunden,
  • die Kreuzschwestern in Linz,
  • die Kreuzschwestern in Wels,
  • die Kreuzschwestern Provinz Europa Mitte,
  • Marienkron, Abtei der Zisterzienserinnen
  • die Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser in Wien,
  • die Salvatorianerinnen in Österreich,
  • die Schwestern der hl. Klara in Bregenz,
  • die Schwestern vom Göttlichen Erlöser in Wien,
  • die Schwestern vom Karmel St. Josef und St. Teresa in Innsbruck,
  • die Steyler Missionsschwestern aus Innsbruck,
  • die Steyler Missionsschwestern aus St. Koloman,
  • die Zisterzienserinnen der Abtei Marienkron,
  • die Zisterzienserinnen in Mariastern-Gwiggen,
Männeroden
  • die Claretiner,
  • die Jesuiten,
  • die Missionare vom kostbaren Blut,
  • die Salesianer im Wiener Salesianum,
  • die Steyler Missionare in St. Gabriel,
Ordenseinrichtungen
  • das Don Bosco Sozialwerk,
  • das Haus Sarepta in Wien,
  • die Internationalen Freiwilligendienste der Orden "ausserodentlich",
  • das Kardinal König Haus in Wien,
  • das Quo vadis? in Wien,
Ordenskonferenzen
  • die Tiroler Ordenskonferenz mit den beiden Vorsitzenden Sr. Pauline Thorer und Abt Raimund Schreier vom Stift Wilten und
  • die Österreichische Ordenskonferenz mit Generalsekretärin Sr. Christine Rod.
Pfarren & Co.
  • die Pfarre zur Frohen Botschaft in Wien mit den Pfarrgemeinden St. Florian, St. Elisabeth, St. Thekla und Wieden-Paulaner,
  • die Pfarre Vöcklamarkt in Oberösterreich,
  • die Katholische Hochschulgemeinde, Afro-Asiatisches Institut und Katholische Hochschuljugend in Salzburg und
  • em. Erzbischof Alois Kothgasser (gemeinsam mit den Don Bosco Schwestern in Baumkirchen).

 

Alle unterstützen die Worte des Bundespräsidenten Alexander van der Bellen:

„Ich kann und will nicht glauben, dass wir in einem Land leben, wo dies [Kinder abschieben] wirklich notwendig ist.“

Unterstützung aus Tirol

Eine zusätzliche Unterstützung der Aktion kommt von der Konferenz der weiblichen und männlichen Orden in Tirol. Sie schließt sich am „Tag des geweihten Lebens“ den vielen Aufrufen um eine menschliche Asylpolitik an, die in besonderer Weise die Kinderrechte achtet und schützt.

Mit Sorge und Unverständnis reagieren die Tiroler Ordensgemeinschaften auf die Abschiebung von gut integrierten Kindern, Jugendlichen und Familien. „Die Politik muss dem Recht folgen, aber zugleich müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das Recht im humanitären Sinn und zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und bedrohten Menschen auszulegen und anzuwenden. Schon das antike Sprichwort „summum ius summa iniuria“ (Höchstes Recht ist höchste Ungerechtigkeit) erinnert uns daran, die Anwendung des Buchstabens ohne Rücksicht auf humanitäre Erfordernisse in konkreten Einzelfällen zu Unrecht führen kann,“ stellen die Vorsitzenden der Ordenskonferenz Sr. Pauline Thorer und Abt Raimund Schreier fest.

Ebenso unterstützen die Orden Tirols die Forderung, die Diözesanbischof Hermann Glettler mehrfach und mit Nachdruck gestellt hat, als sofortige humanitäre Maßnahme Familien, die bereits einen positiven Asylbescheid haben, aus den Flüchtlingslagern auf Lesbos und auf anderen griechischen Inseln aufzunehmen.

Der Tag des geweihten Lebens, den die katholische Kirche rund um das Fest der Darstellung des Herrn - Mariä Lichtmess, feiert, erinnert nicht nur an die Freude und Schönheit der Berufung zum Ordensleben, sondern auch an die Würde jedes Menschenlebens. Die Ordensangehörigen machen sich deshalb die Worte von Bundespräsident Alexander van der Bellen zu eigen: „Wir können und wollen nicht glauben, dass wir in einem Land leben, wo die Abschiebung von Kindern wirklich notwendig ist!“, Sr. Pauline Thorer, Vorsitzende der weiblichen Orden in Tirol und Abt Raimund Schreier, Vorsitzender der männlichen Orden in Tirol.

 

[magdalena schauer-burkart & elisabeth mayr]