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Das war die Generalversammlung der ÖOK

Am 10. Mai 2021 lud die Österreichische Ordenskonferenz (ÖOK) zur Generalversammlung, die aufgrund der COVID-19-Bestimmungen online stattfand. Am Ende des Tages wurde der Preis der Orden mit den Preisträgern vor Ort verliehen.

Sr. Christine Rod begrüßte die über Zoom zugeschalteten Ordensoberen. (c) Mayr

Sr. Christine Rod begrüßte die über Zoom zugeschalteten Ordensoberen. (c) Mayr

Die Generalversammlung der Höheren Oberen fand am 10. Mai 2021 im Kardinal König Haus in Wien online über Zoom statt. Die beiden Vorstandsvorsitzenden, Erzabt Korbinian Birnbacher und Sr. Franziska Bruckner, sowie Generalsekretärin Sr. Christine Rod und Geschäftsführer Peter Bohynik waren mit den Bereichsleiter*innen und dem Medienbüro vor Ort. Mehr als 100 Ordensobere verfolgten die Generalversammlung über Zoom.

Es war dies die erste Generalversammlung seit der Gründung der Österreichischen Ordenskonferenz im November 2019. Der Vorstand, die Generalsekretärin und auch der Geschäftsführer gaben in ihren Berichten einen Überblick über die Veränderungen und Aktivitäten in ihrem Bereich im ersten Jahr der neu gegründete Österreichischen Ordenskonferenz. 

Sr. Christine Rod: Bilanz eines Jahres

Sr. Christine Rod hat am 01. Mai 2020 ihre Funktion als Generalsekretärin angetreten. Gemeinsam mit Peter Bohynik als Geschäftsführer leitet sie das Generalsekretariat der Ordenskonferenz. 

Sie sei dabei in erster Linie für die „strategische Ausrichtung“ der Ordenskonferenz zuständig. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sieht sie daher darin, die „Orden in Zeiten tiefgreifender Umbrüche zu unterstützen und zu begleiten sowie durch Vernetzung und Informationsaustausch zu stärken“.

Ein Teil der über 100 Ordensobere, die an der Generalversammlung teilgenommen haben. (c) Mayr

Ein Teil der über 100 Ordensoberen, die an der Generalversammlung teilgenommen haben. (c) Mayr

Weiters wird es Impulse und Initiativen geben, die Orden in ihrem Sendungsauftrag zu stärken. „Und ja, ich möchte beitragen, dass die Orden und ihre Einrichtungen in der Kirche und in der Gesellschaft präsent, relevant und wirksam bleiben“, bestärkte die Generalsekretärin ihren Auftrag.

Wichtige Partner

Die Ordenskonferenz hat viele wichtige Tätigkeitsfelder, Kooperationen und Mitgliedschaften, unter anderem die „Stiftung Opferschutz“, in dessen Vorstand immer zwei Ordensleute vertreten sind, aktuell Abt Thomas Renner und Sr. Christine Rod selbst. Oder das Kardinal König Haus, das nicht nur erste Anlaufstelle für große und kleine Veranstaltungen der Ordenskonferenz ist, sondern wo auch die „Ordens-Bildungsabteilung“ angesiedelt ist.

Zukunftsweisende Projekte

Sie stellte noch zwei Projekte in Aussicht. Einerseits ist ein Spiritualitätslehrgang in Planung, „ein zeitgemäßes und explizit christliches Angebot für alle spirituell suchenden Menschen unter dem Titel ‚Glauben und Leben‘“, so Sr. Christine Rod. Sie habe gemerkt, die Nachfrage nach so einem Angebot der Orden sei enorm und die ersten Gespräche zeigen bereits eine erstaunliche Resonanz. Auch für Führungskräfte werde ein neues Format geplant unter dem Titel „Führen und Leben“.

Sr. Franziska Bruckner beim Einrichten für die Zoom-Konferenz. (c) Mayr

Sr. Franziska Bruckner beim Einrichten für die Zoom-Konferenz. (c) Mayr

Weitere Überlegungen gebe es hinsichtlich eines sogenannten „Auszeithauses“ für Ordensleute und kirchliche Mitarbeiter*innen in Zeiten von (beruflicher) Neuorientierung, außerdem für „zweiheimische Ordensleute“.

Ordenstag 2021

Am Schluss lud Sr. Christine Rod alle Versammelten zum Ordenstag 2021 ein, dieser werde schon vorbereitet mit dem Thema „Leidenschaftlich gegenwärtig“.

„Der Ordenstag ist eine der kraftvollsten Impuls- und Inspirationsmöglichen der Ordenskonferenz“, freute sie sich darauf, im Herbst alle, die bei der Generalversammlung online anwesend waren, im Kardinal König Haus begrüßen zu können.

Peter Bohynik: „Wir unterstützen einander!“

„Das Jahr 2020 war für die Österreichische Ordenskonferenz ein besonderes Jahr“, begann Geschäftsführer Peter Bohynik seinen Bericht. Was auf dem Papier bereits geschehen war, nämlich die Zusammenführung der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften und der Vereinigung der Frauenorden Österreichs zur Ordenskonferenz, sollte nun auch operativ umgesetzt werden.

Das Leitungsteam der OÖK: Sr. Christine Rod, Erzabt Korbinian Birnbacher, Sr. Franziska Bruckner und Peter Bohynik. (c) Mayr

Das Leitungsteam der OÖK: Sr. Christine Rod, Erzabt Korbinian Birnbacher, Sr. Franziska Bruckner und Peter Bohynik. (c) Mayr

Er als Geschäftsführer leitet mit Sr. Christine Rod das Generalsekretariat, eine neue Geschäftsordnung weist beiden ihre Aufgaben zu bzw. grenzt sie voneinander ab. In der Praxis „werden aber viele Entscheidungen gemeinsam getroffen“, so Peter Bohynik.

Neu ist, dass es einen Wirtschaftsrat gibt, der den Vorstand der OÖK in allen wirtschaftlichen Belangen berät. Umgekehrt „haben wir mehr Transparenz und Kontrolle bei der Finanzverwaltung“, so Bohynik. Aktuell habe der Wirtschaftsrat fünf Mitglieder, er selber, zwei Ordensleute, ein Bankexperte und eine Geschäftsführerin eines Ordens.

Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie habe auch bei den Orden ihre wirtschaftlichen Spuren hinterlassen und es musste schnell geholfen werden: „Kurzarbeit, NPO-Fonds, Investitionsprämie, um die wichtigsten Hilfen zu nennen.“ Es sei der guten Vernetzung zu verdanken, dass die Orden auf der politischen Ebene nicht vergessen wurden und so auch Anspruch auf die Corona-Staatshilfe hatten.

Geschäftsführer Peter Bohynik und Renate Magerl, die Leiterin des Medienbüros. (c) Mayr

Geschäftsführer Peter Bohynik und Renate Magerl, die Leiterin des Medienbüros. (c) Mayr

Solidaritätsfond und Subventionen

Ein wichtiges Anliegen des Geschäftsführers ist der „Solidaritätsfond“, der im Zuge der Zusammenführung der Konferenzen entstanden ist. Der Fond soll jenen Ordensgemeinschaften helfen, die dringend finanzielle Hilfe benötigen - sei es, um ihren Lebensunterhalt zu gewährleisten, sei es, um medizinische oder pflegerische Versorgung zu garantieren. Er rief alle Ordensgemeinschaften dazu auf, sich bei Bedarf an ihn zu wenden. „Wir unterstützen einander und lassen niemanden im Stich.“

Bei der Österreichische Ordenskonferenz werde auch immer wieder von außerhalb um finanzielle Hilfe angesucht, weswegen klare Kriterien für die Vergabe von Subventionen erstellt wurden.

Abschließend stellten Peter Bohynik und Regina Steinbiller von Unitas Solidaris den Jahresabschluss von 2019 sowie das Budget 2021 vor, die zur Abstimmung gebracht wurden.

Gemeinsame Pause mit der ehemligen Vorsitzenden der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer. (c) Mayr

Gemeinsame Pause mit der ehemligen Vorsitzenden der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer. (c) Mayr

Bericht der Vorsitzenden: Danke für das Vertrauen

Seit November 2019 sind Erzabt Korbinian Birnbacher und Sr. Franziska Bruckner als Vorsitzender und Stellvertreterin in Amt. „Natürlich ist/war vieles neu für uns beide als Vorsitzende, aber auch für alle 192 Gemeinschaften und die ca. 4.500 Ordensleute, für die wir gemeinsam sprechen dürfen“, begann Erzabt Korbinian den Bericht.

Der Vorstand

Beide stellten nochmals die Struktur und die Personen der im November 2019 gegründeten Österreichischen Ordenskonferenz vor: Der Vorstand der ÖOK besteht derzeit aus Erzabt Korbinian Birnbacher, Sr. Franziska Bruckner, Abt Reinhold Dessl, Sr. Sonja Dolesch, Sr. Hemma Jaschke (Ersatzmitglied), Sr. Franziska Madl und P. Thomas Vanek.

Der Vorstand arbeite in erster Instanz mit der Generalsekretärin und dem Geschäftsführer zusammen und außerdem mit dem Bereichsleiter*innen.

Wichtigstes Entscheidungsinstrument ihrer Arbeit sind die Vorstandssitzungen, von denen es 2020 vier gab, fuhr er fort. Beim Vorstand wurde darauf geachtet, die Ordenswelt so gut wie möglich zu repräsentieren. „Mein Eindruck ist, dass wir eine gute Mischung sind und die Buntheit der 192 österreichischen Ordensgemeinschaften darstellen.“

Sr. Franziska Bruckner, Sr. Christine Rod und Sr. Beatrix Mayrhofer. (c) Mayr

Sr. Franziska Bruckner, Sr. Christine Rod und Sr. Beatrix Mayrhofer. (c) Mayr

Danke an Vorgänger

Sr. Franziska bedankte sich bei den beiden Vorgängern, Abt Christian Haidinger und Sr. Beatrix Mayrhofer, die „so viel auf den Weg gebracht haben“. Beide wurden am 10. September 2020 beim „Fest der Orden“ verabschiedet.

Dankesworte gab es von Sr. Franziska Bruckner auch für Sr. Christine Rod und Peter Bohynik, sowie für die Bereichsleiter*innen und die Mitarbeiter*innen im Büro der Ordensgemeinschaften, mit deren Unterstützung sie beide ihre Arbeit bislang gut bewältigen können. Die Arbeitsfelder, in denen sie wirken, sind bunt wie die Ordenslandschaft.

„Wir bemühen uns darum, echte Unterstützung und Hilfe für die österreichischen Orden zu sein, wir sind für Euch da und danken für Euer Vertrauen“, schlossen die beiden Vorsitzenden ihren Bericht.

20210511 ich und renate

Das Medienbüro am Ende des Tages: Froh, dass mit der Hybridversion "Zoom und Anwesenheit" technisch alles geklappt hat. (c) Mayr

Am Nachmittag wurde der Preis der Orden an die Preisträger*innen verliehen. Den Bericht können Sie hier nachlesen.

[elisabeth mayr]

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