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Missionstag: Widerstand und Brückenbauen (#otag21)

Am Mittwoch, 23. November 2021, fand online im Rahmen der Herbsttagungen 2021 der Ordensgemeinschaften Österreich der Missionstag statt, den Lisa Huber, Bereichsleiterin Mission und Soziales, moderierte. Das Thema lautete: „Widerstand und Brückenbauen. Wenn Christ*innen gesellschaftlich Position beziehen“.

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Regina Polak: „Wenn wir nur reden, dann ist das zu wenig. Wir müssen handeln.“ (c) Ordensgemeinschaften

Regina Polak: Unsere Gesellschaft ist gespalten

Den Reigen der hochkarätigen Referate eröffnete Universitätsprofessorin Regina Polak vom Institut für Praktische Theologie an der Universität Wien, die zum Thema „Unsere Gesellschaft ist gespalten“ sprach. Als Beispiel nahm sie die das Verhältnis zwischen Christentum und Islam, der angeblich mit seinen Werten nicht zu uns passt und der die westliche Kultur bedroht; nebenbei eine Annahme, der in einer Umfrage der Universität Salzburg bis zu 85 Prozent aller Österreicher*innen zugestimmt haben. Doch „wenn man empirisch genauer hinsieht, sieht man, dass diese Typologie so nicht stimmen“, betont Polak. Denn Untersuchungen zeigen, dass sich Religiosität tatsächlich auf demokratiepolitische problematische Werte auswirkt, doch die Trennlinie verläuft nicht zwischen Christen und Muslime. Konfliktlinien, die durch Religiosität gestärkt werden, ergeben sich einerseits durch Soziodemografische Konflikte: Alter, Wohnortgröße, Geschlecht, Einkommen sowie durch die Intensität von Religion. Religiosität ist nur ein Faktor, der erst in Kombination mit anderen Faktoren eine eigenständige Wirkung entfaltet, dann aber unabhängig von der Soziodemografie. Bei genauerem Blick werden die Gruppen fluide.

Konflikte seien normal, können sich aber zuspitzen

Eine Gesellschaft bestünde aus partikulären Gruppen („Wirs“), die nach verschiedenen Gesichtspunkten durch Kommunikationsprozesse entlang von Differenzlinien entstünden und dann als Konstrukte Wirkung zeigen. Die Diversität von Gesellschaft hätte ihre Wurzel in der Einzigartigkeit von Individuen. Individuen seien wiederum geprägt durch ihre historischen, sozialen und kulturellen Zugehörigkeiten. Diese Differenzen führten manchmal zu Konflikten, was in einer pluralen Gesellschaft durchaus normal sei. Manchmal allerdings führen Umstände dazu, dass sich diese Konflikte zuspitzen und die soziale Kohäsion bedrohen würden, so die Theologin.

„Wir“ versus „die Anderen“

Auslöser sei, wenn die partikulären „Wirs“ zu fixen Identitäten werden („Wir“ versus „die Anderen“), die gegeneinander um Durchsetzung kämpfen. Hand in Hand geht damit auch eine Differenzierung von gesellschaftlichen Gruppen in „Wertvolle“ und „weniger Wertvolle“. (So zeigte sich zum Beispiel in den letzten zehn Jahren immer mehr, dass Menschen, die etwas zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen, als „wertvoll“ betrachtet werden - im Gegensatz zu Arbeitslosen.) In letzter Konsequenz könne dies bis zum Rassismus gehen. In Krisenzeiten können „die Anderen“ als perfekte Sündenböcke dienen.

Partikuläre „Wirs“ können in den unterschiedlichsten Formen auftreten; die Bandbreite von Konfliktpotenzialen ist groß. So kann eine Spaltung zwischen „Elite“ und „Bevölkerung“ auftreten, die zu einer räumlichen und/oder sozialen Segregation von Gesellschaften bis hin zu großen ökonomisch und sozialen Ungleichheit (Arm versus Reich) führt. Regina Polak: „Diese ‚Bubbles‘ haben keine Verbindung mehr untereinander.“

Vertrauen in Institution und starke Zivilgesellschaft

Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil der Österreicher*innen das Vertrauen in die Politik verloren hätten. Doch soziale Kohäsion könne nur gefördert werden, wenn eine Verbundenheit und Identifikation mit dem demokratischen System passiert. Das Vertrauen in Institutionen müsse zurückgewonnen werden. Zugleich brauche es eine starke Zivilgesellschaft, viele aktiven Gruppen und Nachbarschaften, die miteinander möglichst vielfältig verbunden sind.

Kirche als Teil der Zivilgesellschaft

Welche Konsequenzen können aus christlich theologischer Sicht daraus gezogen werden? Die Kirche muss sich als Teil der Zivilgesellschaft erkennen; in dieser Funktion kann sie darauf verweisen, dass „Anderes“ möglich ist. Der Mensch ist der menschlichen Gemeinschaft und zugleich Gott verpflichtet. Das schafft Abstand, innere Freiheit und eine andere Form der Zugehörigkeit.

Christliche Identität ist keine Interessensgruppe, sondern vollzieht sich überhaupt erst im Dienst anderer. Sie müsse den Dialog, Begegnung und Kooperation statt Konkurrenz suchen, interkulturelle und interreligiöse Plattformen bilden und gesellschaftspolitisch aktive Gemeinden und Gemeinschaften beziehungsweise vielfältige Bindungen zwischen verschiedenen Milieus fördern.

Politisches Engagement: Einsatz für gerechte Gesellschaft

Parallel dazu müsse auch ein politisches Engagement erfolgen. Kirche müsse Lobby für die Unsichtbaren, für die Marginalisierten, für die „Sündenböcke“ betreiben und sich für eine gerechte Gesellschaft einsetzen. Dazu zählt auch die Thematisierung von Verteilungsfragen, denn sie seien seine eine zentrale Quelle für Konflikte. Gleichzeitig muss die Gottesfrage wachgehalten werden und die Menschen aufrütteln. „Ins Politische gewendet heißt das, dass wir diesen Immanenzglauben entsakralisieren und wir erst die Tür wieder aufmachen müssen für viele Menschen in die spirituelle Welt“, zeigt sich Polak überzeugt. „Für mich als praktische Theologin ist das eine praktischen Angelegenheit, das heißt, dieser Transzendenzverweis geschieht, wenn ich es in der Sprache unseres Bekenntnisses formuliere, durch, in und mit Christus. Das heißt, in der Praxis durch die Christusnachfolge.“ Glaubwürdigkeit all dessen, was wir sagen und woran wir glauben, unsere Theologie, erweist sich in unserem Handeln. „Wenn wir nur reden, dann ist das zu wenig“, so das Fazit der Theologin.

Die Slides zum Nachlesen

Der Vortrag als Podcast zum Nachhören

 

Otto Neubauer: Von der Kunst, Brücken zu bauen und Dialog zu ermöglichen

Der Theologe, Pädagoge und Buchautor Otto Neubauer ist Leiter der Akademie für Dialog und Evangelisation der Katholischen Gemeinschaft Emmanuel in Wien. Sein Referat beschäftigte sich mit der „Kunst, Brücken zu bauen und Dialog zu ermöglichen“.

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Otto Neubauer: "Wir brauchen einander!" (c) Ordensgemeinschaften

Dialog, Dialog und nochmals Dialog

„Wenn es ein Wort gibt, das wir bis zur Erschöpfung wiederholen müssen, dann lautet es Dialog", zitierte Neubauer gleich zu Beginn niemanden geringeren als Papst Franziskus. Doch von Erschöpfung war bei Neubauer nicht die Rede; er erzählte von seinen Erfahrungen, die er in mehr als 25 Jahren Gemeindemissionen sammeln konnte.

Was würde Jesus tun?

„Was würde Jesus die nächste Woche in unserer Pfarre tun, wenn er für 10 Tage in die Pfarre käme“ war eine Frage, die der Theologe im Rahmen einer einjährigen Vorbereitungszeit den Gemeindemitgliedern stellte. Sie war der Ausgangspunkt für unzählige Dialog-Veranstaltungen über Gott und die Welt dar, die teilweise an sehr ungewöhnlichen Orten stattfanden, weil sich auch Jesus gerne mit Menschen „außerhalb“ der Kirche - in „ihren“ Lebenswelten-getroffen hätte. Man ging dorthin, wo Menschen waren, in Caféhäuser, zu Heurigen, in Hallenbäder, sogar ins Casino; an Orte, wo Menschen gerne sind, wo sie feiern, wo sie ihren Leidenschaften frönten. Aber auch an Orte, wo Einsamkeit, wo Angst, wo Trauer herrschte. Denn: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, SIND auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi“, zitierte Neubauer aus Papst Franziskus‘ Enzyklika „Gaudium et Spes“. Diesen „menschlichen“ Themen wollte der Theologe auf den Grund gehen. „Dabei mussten wir lernen, manchmal lange zu diskutieren und auch nicht immer einer Meinung zu sein.

Zehn Leitsätze

In diesen Dialog-Erfahrungen kristallisierten sich zehn Leitsätze heraus:

  • Jeder Mensch verdient unsere Achtung.
  • Die/der Andere hat etwas Wertvolles zu sagen.
  • Wir trauen der/dem Anderen unsere Meinung, unsere Botschaft, zu.
  • Wir wollen die/den Anderen herzlich aufnehmen.
  • Zuallererst wollen wir zuhören.
  • Wir stellen uns den gesellschaftlichen Herausforderungen und existenziellen Fragen.
  • Wir öffnen uns für Inspirationen, bewusst auch den christlichen Quellen.
  • Im Disput möchten wir die Meinung der/des Anderen lieber ‚retten‘.
  • Aufkommende Aggressionen wollen wir ernst nehmen.
  • Wir sind bereit, unsere Vorurteile immer wieder aufs Neue abzubauen.

Neuer politischer Dialog

Für die gemeinsame Suche und das gemeinsame Ringen um die großen Fragen in der Gesellschaft entwickelt sich daraus Schritt für Schritt die Initiative „Politisch.Neu.Denken“, die aus gut 20 MitstreiterInnen aus SPÖ, ÖVP, FPÖ, GRÜNE, NEOS, LINKE und der Zivilgesellschaft besteht. Sie engagieren sich auf der gemeinsamen Basis der Karlspreisrede von Papst Franziskus (2016) für einen neuen politischen Dialog. Daraus entstand eine Charta mit dem Titel „11 Prinzipien eines neuen politischen Dialogs“, die schließlich im September 2017 vor Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Vertreter*innen aller Parteien präsentiert wurde. „Wir stellten uns die Frage: Was braucht eine politische Kultur?“, erinnerte sich Neubauer. „Der erste Weg war: Den Menschen zu sehen, nicht den Politiker. Wir treffen Menschen! Und die Erkenntnis: Wir brauchen einander.“

 

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Laura Plochberger ist Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft "ausserordentlich". (c) Ordensgemeinschaften

Ausserordentlich: Mitarbeit bei Ordensprojekten im Ausland

Vor der Mittagspause stellte Laura Plochberger die Arbeitsgemeinschaft ausserordentlich vor. ausserordentlich ist der Internationale Freiwilligendienste der Ordensgemeinschaften, der jungen Erwachsenen die Möglichkeit gibt, zwei bis zwölf Monate in einem von einer Ordensgemeinschaft betriebenen Sozialprojekt in Afrika, Asien, (Latein-)Amerika oder Europa mitzuarbeiten und Auslandserfahrung zu sammeln. Derzeit sind fünf Ordensgemeinschaften bei ausserordentlich beteiligt: Jesuiten, Steyler Missionsschwestern, Steyler Missionare, Salvatorianer und seit kurzem auch die Kapuziner.

Plochberger, Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft, ließ auch das vergangene Jahr Revue passieren und präsentierte Highlights wie die gutbesuchte Podiumsdiskussion "Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen" oder die Online-Veranstaltung „im Memoriam“, die einen Einblick in das Flüchtlingscamp Mória bot.

 

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Anja Appel ist Politikwissenschafterin und leitet die KOO seit 2018. (c) Ordensgemeinschaften

Anja Appel: KOO

Der Nachmittag wurde mit einem Referat von Anja Appel, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle der Österr. Bischofskonferenz f. internationale Entwicklung u. Mission (KOO), eingeläutet. Appel berichte über die Aktivitäten der KOO im vergangenen Jahr. So war die KOO mit dem Klima- und Umweltspezialisten Martin Krenn beim Klimagipfel in Glasgow vertreten.

Die KOO als auch die Ordensgemeinschaften Österreich sind Mitglieder in der Aktionsplattform Laudato Si' und haben diese sowohl was das Modell als auch den Inhalt der Plattform angeht aktiv mitgestaltet. Ziel ist es, Pfarren und Ordensgemeinschaften zu motivieren, bei der Umsetzung von Laudato Si mitzumachen.

weltkirche.tagung

Am 3. Juli 2021 fand in Kooperation mit den Ordensgemeinschaften Österreich die traditionelle weltkirche.tagung statt, die aufgrund der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr online abgehalten wurde. Das Thema lautete: "Für ein neues WIR – Auf dem Sprung zu einer neuen Lebensweise", und die hochkarätigen Referent*innen setzten sich mit der aktuellen Corona-Pandemie auseinander. Als Referent*innen konnten Stefan Silber, Theologe an der Kath. Hochschule NRW in Paderbor, Sr. Anne Beatrice Faye, Philosophin und Theologin aus dem Senegal, Chiara Martinelli, Senior Advisor des globalen Dachverbands CIDSE, und Sr. Birgit Weiler, Professorin für Dogmatik an der Päpstlichen Katholischen Universität in Peru, gewonnen werden.

Anja Appl ließ auch anklingen, dass die weltkirche.tagung einen Erneuerungsprozess durchlaufen wird; wie dieser aussehen wird, ist gerade „Work in progress“.

 

Markus Schlagnitweit: Staatsräson und Widerstand. Christliche Positionierung in einer pluralen Gesellschaft

Ksoe-Direktor Markus Schlagnitweit beschäftigte sich in seinem Vortrag mit dem Thema „Staatsräson und Widerstand. Christliche Positionierung in einer pluralen Gesellschaft“. Politische Herrschaft soll nicht nur funktionell effizient sein, sie muss auch dem Maßstab der Gerechtigkeit genügen. Der Theologe, Sozial- und Wirtschaftsethiker Schlagnitweit ging daher Frage nach, wie legitim es sei, gegen Akte politischen Unrechts Opposition zu üben.

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Markus Schlagnitweit: "Wir sind nur das Salz der Erde, aber nicht die Speise!" (c) Ordensgemeinschaften

Grundlagen der politischen Ordnung

Grundlagen der politischen Ordnung können höherrangige Ordnungen sein wie etwa ein von Gott geoffenbartes Gesetz oder eine gegenseitige Treueverpflichtung innerhalb eines ständisch geordneten Personenverbundes. In der Neuzeit wird politische Ordnung als eine Art Gesellschaftsvertrag betrachtet, also eine Abtretung der Gewalt an den Staat, der sich dafür wiederum verpflichtet, Leben, Freiheit und Eigentum seiner Bürger*innen zu schützen. Staatsgewalt wird legal (gesetzmäßig) und legitim (rechtmäßig) eingesetzt.

Legalität versus Legitimität

Doch Legalität und Legitimität können auseinanderdriften; auch das Dritte Reich hatte Gesetze, die legal waren aber rassistisches und inhumanes Gedankengut vertraten – und damit illegitim waren.

Widerstandsrecht

Die Ausübung der politischen Gewalt darf sich immer nur im Rahmen der sittlichen Ordnung zur Verwirklichung des Gemeinwohls vollziehen. Wenn das nicht der Fall ist, dann sind Staatsbürger*innen zur Notwehr gegen den Staat verpflichtet; Widerstandsrecht ist ein höchstrangiges Menschenrecht im Sinne des Notwehrrechts. Wenn staatliche Gebote göttliche Gebote, mit denen sie zumindest vereinbar sein müssen, dauerhaft verletzen, kann es sogar so weit gehen, dass Widerstandsrecht zu einer religiösen Widerstandspflicht wird.

Gegen einen demokratisch verfassten Rechtsstaat, der Grundwerte wie Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Meinungs- und Pressefreit, Demonstrationsrecht oder parlamentarische Kontrolle hochhält, gibt es prinzipiell kein Wiederstandrecht. Ausnahmen kommen dann zu tragen, wenn Tendenzen der Regierungsmacht zur Beseitigung der vorhin genannten Grundwerte erkennbar werden. Die Bandbreite der Widerstandsformen ist groß und reicht von Aktivitäten innerhalb (z.B. Demonstrationen, Volksbegehren, etc.) und außerhalb (z.B. Sabotage, Staatsstreich etc.) der Rechtsordnung.

Widerstand spirituell

Widerstand kann aber auch als „Nichtanpassung an diese Welt“ (Röm 12,2) gesehen werden. Der Kampf gegen die Mächte der Sünde, des Bösen, des Todes, oder das soziale Engagement für die Armen, gegen Abtreibung, Euthanasie, aktive Beihilfe zum Suizid, zum Menschenhandel, zum Völkermord - all das kann als spiritueller Widerstand gesehen werden. Auch Ordensgemeinschaften sind in ihrer alternativen Lebensform mit Zeugnischarakter ein Widerstand gegen eine angepasste Existenz.

Eine Spiritualität des Widerstandes kann letztendlich auch in den politischen Widerstand führen. Schlagnitweit nannte Beispiele aus der Vergangenheit wie Dietrich Bonhoeffer oder Franz Jägerstätter, die in Opposition zum gottlosen Nationalsozialismus getreten waren. In der jüngsten Gegenwart finden sich Aktivist*innen wie die Amerikanerin Sr. Megan Gillespie Rice, die wegen Beschädigung von Staatseigentum bei einer Protestaktion zu fast drei Jahren Gefängnis verurteilt worden war, oder die Oberzeller Franziskanerin Sr. Juliane Seelmann, die zu einer Geldstrafe bzw. Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden war, weil sie zwei Frauen aus Nigeria Kirchenasyl gewährt hatte.

Salz der Erde

Im Evangelium nach Matthäus (Mt 5,13) bezeichnete Jesus seine Jünger als das Salz der Erde. „Als Salz der Erde können wir dem einem oder anderen, der Unrecht begeht, ordentlich die Suppe versalzen“, brachte es der ksoe-Direktor ironisch auf den Punkt. „Wir können die Machtverhältnisse dieser Welt verändern.“ Konflikte müssten ausgetragen werden; das gelte auch für innerkirchliche Differenzen. Schließlich sei auch Jesus Konflikten niemals aus dem Weg gegangen und habe oft Widerstand gezeigt. Aber „eines dürfen wir nie vergessen: Wir sind nur das Salz und nicht die Speise!“, so Theologe und Sozialethiker Schlagnitweit.

 

[robert sonnleitner]

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