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Stift Melk präsentiert erstes Melker Bier

Bei der Eröffnung der Gartensommernächte im Stift Melk Ende Juli wurde das erste Melker Bier „Cervisia Mellicensis“ präsentiert. Ein Steinbier mit der Essenz der Benediktenwurzel. Funde im Stiftsarchiv weckten das Interesse und brachten Bibliothekar Johannes Deibl und Stefan Ofenauer vom Stiftsshop auf eine Idee.

Abt Georg Wilfinger, Karl Moser, Abgeordneter zum NÖ Landtag, Pater Ludwig Wenzl und Bibliothekar Johannes Deibl bei der Präsentation des Melker Bieres im Stiftsgarten. (c) Stift Melk/B. Kobler

Abt Georg Wilfinger, Karl Moser, Abgeordneter zum NÖ Landtag, Pater Ludwig Wenzl und Bibliothekar Johannes Deibl bei der Präsentation des Melker Bieres im Stiftsgarten. (c) Stift Melk/B. Kobler

Das Bierbrauen hat in vielen Klöstern Tradition, im Stift Melk betrat man damit de facto Neuland. „Am Tor zur Wachau gab es im Stift Melk zwar immer genug Wein, Bier wurde hier – zumindest im großen Stil – aber nie gebraut!“ erläuterte P. Ludwig Wenzl OSB mit Augenzwinkern in seinen Begrüßungsworten.

Funde aus dem Stiftsarchiv weckten Interesse

Ein Fund im Stiftsarchiv mit Ratschlägen zur Lagerung sowie von Techniken zur Verfeinerung von Bier aus dem 18. Jahrhundert regte nun das Interesse im Haus an. Kommentare und witzige Anekdoten aus historischen Briefwechseln brachten Bibliothekar Johannes Deibl und Stefan Ofenauer vom Stiftsshop letztlich auf die Idee, doch ein eigenes Bier zu brauen.

Mit Thomas Mauer von der Craft-Beer-Brauerei „Brew Age“ wurde ein professioneller Partner gefunden. Das Ergebnis konnte nun stolz präsentiert werden – ein Steinbier, dem die Essenz der Benediktenwurzel zugesetzt wird.

Das Melker Bier - ein Steinbier mit der Essenz der Benediktenwurzel. (c) Stift Melk/B. Kobler

Das Melker Bier - ein Steinbier mit der Essenz der Benediktenwurzel. (c) Stift Melk/B. Kobler

Melker Bier

Der gewählte Produktname „Cervisia Mellicensis“ ist lateinisch und bedeutet „Melker Bier“. Er steht damit begrifflich in einer Linie mit dem historischen Geschichtswerk „Chronicon Mellicense“ (P. Anselm Schramb, 1702) oder auch der aktuellen wissenschaftlichen Buchreihe „Thesaurus Mellicensis“ der Stiftsbibliothek. Geist und Kulinarik ergänzen einander in der Geschichte des Melker Klosters besonders gut.

Mit der Essenz der Benediktenwurzel verfeinert

Für ein Benediktinerstift lag die Zugabe der Benediktenwurzel (als Essenz) nahe. Sie wird auch im Kräutergarten des Stiftes kultiviert und kann dort betrachtet werden. Als Bierstil wählte man das Steinbier. Dabei wird während des Brauvorgangs die Maische durch erhitzte Steine gekocht. Das Bier hat einen kräftigen Charakter, geschmacklich entfaltet es eine leichte Karamellnote.

Das Flaschenbier ist ab sofort im Stiftsshop erhältlich, bei Veranstaltungen kommt es frisch gezapft aus dem Fass.

Vorschau auf die nächsten Gartensommernächte 

Mittwochs im Stiftspark | 18 bis 22 Uhr

3. August 2022: „Marillentraum“
Marillen-Bar beim barocken Pavillon | Grillspezialitäten | Live-Musik „Schikk“

17. August 2022: „Gartenparadies“
Regionale Schmankerl aus der Stiftsküche | Paradies-Bar mit Gin & Likören | Live-Musik „Delayed“ | Feuerstelle der JUPA Stift Melk


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Stift Melk

Quelle: Stift Melk

[renate magerl]

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