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#13 Zukunftswerkstatt Innsbruck: Gut gerüstet ins neue Jahr starten

In Folge #13 von  „Orden on air“ besuchen wir das Team der Zukunftswerkstatt in Innsbruck, P. Felix Schaich SJ und Sr. Nathanja Maria. Wir sprechen über die Sehnsüchte der jungen Generation und warum diese in die Werkstatt kommen. Und wir bekommen Tipps, wie wir uns gut auf das neue Jahr 2023 vorbereiten können. >> Jetzt reinhören <<

#13 Zukunftswerkstatt Innsbruck: Gut gerüstet ins neue Jahr starten

P. Felix Schaich SJ und Sr. Nathanja Maria Perndorfer sind das Team der Zukunftswerkstatt. (c) ÖOK/emw | Download Logo | Dowload Foto

Große Nachfrage

Die Zukunftswerkstatt der Jesuiten mitten in der Innsbrucker City ist ein Ort, der jungen Menschen dabei hilft, ihr Leben neu auszurichten. Der Leiter, P. Felix Schaich SJ, nennt es einen „Resonanzraum, wo junge Menschen eine bewusste Auszeit aus ihrem Alltag nehmen können, um sich neu auszurichten". 

Er kümmert sich gemeinsam mit der Barmherzigen Schwester aus Zams, Sr. Nathanja Maria, um das geistig-spirituelle Wohlbefinden ihrer Gäste.

Und die Nachfrage ist groß. Viele Angebote – wie etwa das Bergsilvester 2022/23 – sind ausgebucht. 80 % der Gäste kommen über Mund-zu-Mund-Propaganda, viel Werbung sei gar nicht nötig.

Woher kommt nun diese Nachfrage?

Zu viel Freiheit ist nicht immer nur positiv

„Es ist nicht leicht heutzutage, ein junger Erwachsener zu sein, bei dieser Freiheit und Fülle an Möglichkeiten, die nicht immer nur positiv sind“, so P. Felix. „Den Leuten mit Anfang 20 steht das ganze Leben offen, aber sie wissen nicht, was sie wählen sollen, oder haben Angst, die falsche Entscheidung zu treffen bzw. den Ansprüchen ihrer Eltern, ihrer Umwelt nicht gerecht zu werden.“ Auch Sr. Nathanja Maria sieht hier das Kernproblem: „Man kann sich nicht ständig alle Türen offenhalten, sondern braucht den Mut, um zu springen und eine Entscheidung zu treffen.“ 

Sehnsucht und Unruhe

Gäste der Zukunftswerkstatt treibt also eine Sehnsucht oder Unruhe um. Sie wollen genauer hinschauen, wo sie hinwollen, wessen Ruf in ihnen klingt. P. Felix: „Ja, sie leben ihr Leben, aber geht es in die richtige Richtung? Es müssen Entscheidungen getroffen werden.“ Und hier tritt die Zukunftswerkstatt auf den Plan.

Die Werkzeuge der Werkstatt

„Wir arbeiten mit Exerzitien, geistlicher Begleitung, mit Impulsen, aber auch mit der wunderbaren Berglandschaft direkt vor unserer Haustüre, denn auch unser Leben hat Höhen und Tiefen und die Berge führen das hier plastisch vor Augen“, so P. Felix. Es komme vor, dass er Gästen auf ihren Wanderungen einen Gedanken mitgibt, z. B. wo es ein zu viel oder zu wenig in ihrem Leben gibt, und am Abend sprechen sie dann darüber. Das sei oft sehr erfolgreich.

Sr. Nathanja ergänzt: „Wichtig ist auch der gemeinsame und strukturierte Alltag. Wir beginnen den Tag mit einem gemeinsamen Gebet, danach gibt es Frühstück. Am Abend treffen wir uns dann wieder zum Abendessen und Nachtgebet.“

Dabei brauchen die Gäste nichts mitzubringen oder vorzubereiten – ganz im Gegenteil: „Alles was sie brauchen, bringen sie schon mit.“ Es muss nur richtig entziffert, gedeutet, gelesen werden.

Ein Ort für Gleichgesinnte

Und das Rezept geht auf. „Mittlerweile sind wir eine richtige Zukunftswerkstatt-Familie“, freut sich Sr. Nathanja Maria, die mit vielen ehemaligen Gästen in Kontakt steht. Es sei schön zu sehen, wie es mit manchen weitergegangen ist.

Die Gäste fühlen sich wohl hier, das sieht man. P. Felix: „Unsere Gäste hier merken auch: Wow, hier trete ich in eine Stimmung ein, wo ich mit meinen Fragen ans Leben, an den Glauben nicht alleine, sondern unter Gleichgesinnten bin. Sie spüren sofort: Hier bin ich richtig, hier darf ich sein, hier möchte ich sein.“

Tipps für ein Neuausrichten zu Silvester:

„Der größte Fehler ist, wenn man nur nach vorne blickt,“ so P. Felix. Es benötigt immer eine Rückschau auf das vergangene Jahr.

„Bitte nehmt euch eine Stunde Zeit, in der ihr euch in Ruhe hinsetzt und das letzte Jahr Revue passieren lasst. Fragt euch:

  • Welche Begegnungen haben mich bereichert?
  • Wo habe ich mich erfüllt gefühlt?
  • Wo habe ich in mir eine Freiheit, eine Lebendigkeit gefühlt?

Erst wenn ich diese Dinge entdeckt habe, dann weiß ich auch, was ich mir für das Jahr 2023 wünsche.“

„Orden on air“ – der Podcast der Ordensgemeinschaften Österreich

Das Medienbüro hat im März 2022 mit dem Podcast „Orden on air“ einen neuen Medienkanal der Ordensgemeinschaften Österreich ins Leben gerufen. Und der Name ist Programm: Der Podcast der Ordensgemeinschaften Österreich holt Ordensfrauen und -männer vor den Vorhang und – im wahrsten Sinne des Wortes – vor das Mikrofon. Ziel ist es, interessante Persönlichkeiten und besondere Talente vorzustellen sowie das Engagement von Ordensleuten in den vielfältigen Bereichen des Lebens zu zeigen.

Der Podcast der Ordensgemeinschaften Österreich ist auf allen größeren Audioplattformen wie AppleSpotifySoundcloudAmazon MusicDeezeriHeartJioSaavnListen NotesPlayer FMPodcast AddictPodchaser und RadioPublic zu finden.


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Alle Folgen von "Orden on air"

Zukunftswerkstatt Innsbruck

[elisabeth mayr-wimmer]

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