1.000 Schülerinnen und Schüler zeigen eine bunte Kirche

IMG 1471 TEASERDie Schulen St. Ursula in Wien-Mauer erinnerten am Maurer Hauptplatz an das Zweite Vatikanische Konzil und traten unter dem Motto „Kirche ist bunt!“ für Werte ein, die ihnen wichtig sind: Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit, Frieden, Toleranz, Gleichberechtigung und Schutz des menschlichen Lebens. – Wien, 22. Mai 2013

„Wir sind alle eine große Familie“, sagt Alena aus der 4. Klasse Gymnasium nach der Feier „Kirche ist bunt!“ am Maurer Hauptplatz. Dorthin sind die 1.000 Schülerinnen und Schüler der drei verschiedenen Schulen St. Ursula gepilgert, um mit Liedern, Texten und großen Transparenten darauf aufmerksam zu machen, welche Werte ihnen wichtig sind. „Verantwortung tragen“ steht auf den Plakaten, und: „Geschwisterlichkeit“, „Dialog“ und „Gleichberechtigung“, „Freundlichkeit“ und „Einander helfen“.

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„Die Inhalte der Aktion ‚Kirche ist bunt‘ haben die Religionslehrerinnen und Musiklehrer mit den Kindern und Jugendlichen entwickelt“, sagt Direktor Heinrich Kribbel vom Gymnasium und ORG St. Ursula in Wien-Mauer. Anlass für die Aktion war das Jahr des Glaubens zum 50-Jahr-Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils.

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Übers Glauben wird geredet

Mehrere Projekte gibt es in den Schulen St. Ursula zu dieser Gelegenheit. „Schöpfungsbewahrung ist in den Ursulinenschulen ein wichtiges Thema“, erzählt Direktor Kribbel. „Wir freuen uns, dass wir im Juni voraussichtlich ein weiteres Nachhaltigkeits-Zertifikat bekommen.“ Außerdem wurde durch das sechs Stockwerke hohe Stiegenhaus eine „Glaubensleiter“ gespannt, in die Kinderstatements und –kunstwerke zum Thema „Glauben“ eingehängt werden. „Die bunte Leiter im Stiegenhaus bietet immer wieder Anlass zum Stehenbleiben und zu Gesprächen“, so Heinrich Kribbel. Als weiteres Projekt erzählen erwachsene Schulangehörige von ihrem Glauben – einerseits im Internet, auf der Homepage der Ursulinenschulen in Wien-Mauer, andererseits auch nachzulesen im Foyer des Schulzentrums.

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Kirche sind die Menschen

Die Seele der heutigen Aktion am Mauer Hauptplatz war Sr. Maria Elisabeth Göttlicher von den Ursulinen. „Der Maurer Hauptplatz hat schon viel gesehen, aber so eine Demonstration durch die Jugend von St. Ursula sicher schon lange nicht mehr!“, freut sich Sr. Elisabeth Göttlicher über die gute Stimmung am Maurer Hauptplatz. Der Öko-Rap von tausend Kindern und Jugendlichen war ein Höhepunkt neben kurzen Ansprachen von Sr. Elisabeth Göttlicher, die auch Obfrau des Schulvereins St. Ursula ist, und von Schülerinnen und Schülern. „Kirche – das ist nicht nur das Gebäude hier in der Nähe des Maurer Hauptplatzes“, erklärte Sr. Elisabeth Göttlicher in ihrer Rede. „Kirche, das sind die Menschen! Menschen, die sich nicht nur durch Augen-, Haar- und Hautfarbe unterscheiden, sondern Gott sei Dank auch in ihrem Charakter, in ihrem Wesen.“ Sie erinnerte an den Anlass, 50 Jahre Zweites Vatikanum. „Dieses große Ereignis ist eine Grundlage für unser Wirken mitten in der Gesellschaft, für die Möglichkeit, unsere Schulgemeinschaft offen zu leben für Menschen verschiedener Weltanschauungen und Glaubensgeschichten.“

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Die Schulen St. Ursula gibt es in Wien seit 1660, seit 2000 werden sie als Schulverein geführt. St. Ursula ist bemüht, den SchülerInnen eine zeitgemäße, fundierte, umfassende und zukunftsorientierte Ausbildung zu vermitteln und zur Persönlichkeitsbildung der jungen Menschen beizutragen. Der Erziehungsauftrag wurzelt im Geist des Evangeliums und im Vorbild der Hl. Angela Merici.

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Bezirksvorsteher Gerald Bischof, Schulvereins-Obfrau Sr. Elisabeth Göttlicher, Fachinspektorin Gertrud Theil

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