Umweltzeichen an 4 Ordensschulen verliehen

2013 06 18 01umweltzeichen mr17062013-33 TEASERAm Montag, 17. Juni 2013 haben Umweltminister Nikolaus Berlakovich und Unterrichtsministerin Claudia Schmied das Umweltzeichen für die kommenden 4 Jahre an 26 Schulen verliehen. 17 davon haben die strenge Umweltprüfung bereits zum wiederholten Mal bestanden. Ordensschulen sind überproportional vertreten: ein Viertel der wieder ausgezeichneten Schulen sind Ordensschulen.

Wie viel Müll entsteht in einer Schule pro Person? Und was geschieht damit? Werden Energiesparstandards eingehalten? Halten Schülerinnen und Schüler die Schule sauber? Dinge, über die man selten nachdenkt. Für das Umweltzeichen sind sie relevant. Denn dieses wird nur an Schulen verliehen, die 150 Kriterien in 10 verschiedenen Kategorien überprüfen lassen. Stimmt der Prüfbericht, erhalten sie für jeweils 4 Jahre das Hundertwasser-Gütesiegel für ihr Umweltbewusstsein. Danach muss wieder eingereicht werden und die Prüfung erfolgt von neuem. Mindestens 60% der Auflagen müssen die Schulen erfüllen.

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Umweltzeichen-Verleihung an die Grazer Schulschwestern

Von PCs Abschalten bis saisonal Kochen

„Hinter der Auszeichnung steckt sehr viel Büroarbeit bei der Beantragung“, sagt Sr. Simona Papst von den Grazer Schulschwestern. „Diese Arbeit mache ich Großteils ehrenamtlich. In meiner Arbeitszeit als Lehrerin würde ich das nicht unterbringen.“ So geht es vielen, die sich für das Umweltzeichen an Schulen einsetzen. Es geht darum, ökologisches Engagement sichtbar zu machen. Und das ist es wert, ist Sr. Simona Papst überzeugt. „Die Umweltstandards, die wir erfüllen, sind uns wichtig. Diese würden wir sowieso einhalten, auch ohne Umweltzeichen! Gerne zeigen wir aber auch her, dass uns die Umwelt wirklich am Herzen liegt.“ Die Grazer Schulschwestern achten auf Umweltpädagogik genauso wie auf regionale und saisonale Produkte in der Schulküche. Haltungsturnen während des Unterrichts ist ein Punkt neben dem Abdrehen der PCs, wenn der EDV-Raum gerade nicht benützt wird – leider keine Selbstverständlichkeit an Schulen. Aber auch die Frage, ob rund um die Schule heimische Pflanzen gepflegt werden, spielt beim Umweltzeichen eine Rolle.

Ordensschulen sind überproportional vertreten

Die ausgezeichneten Ordensschulen sind: Privates Oberstufenrealgymnasium Volders, Private Neue Mittelschule des Schulvereins der Grazer Schulschwestern, Private Höhere Lehranstalt für Land- und Ernährungswirtschaft des Schulvereins der Grazer Schulschwestern, Höhere Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft des Zisterzienserstiftes Zwettl. Dass unter den 17 mit dem Umweltzeichen wiederholt ausgezeichneten Schulen 25 Prozent Ordensschulen sind, ist für Schulreferatsleiter Rudolf Luftensteiner kein Zufall: „Der behutsame Umgang mit der Schöpfung ist den Ordensschulen wirklich wichtig.“ Ordensschulen unterrichten etwa 6% der Schülerinnen und Schüler in Österreich. Demgegenüber ist es beachtlich, dass der Anteil der wieder ausgezeichneten Ordensschulen 25% beträgt.

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Umweltzeichen-Verleihung an das Private Oberstufenrealgymnasium Volders der VOSÖ

Das Österreichische Umweltzeichen wurde im Jahr 1990 von Friedensreich Hundertwasser kreiert. Seit 2002 gibt es dieses auch für Schulen und Bildungseinrichtungen und wird jeweils für vier Jahre von Umweltministerium und Unterrichtsministerium gemeinsam vergeben. Derzeit tragen insgesamt 98 Schulen mit mehr als 30.500 Schülerinnen und Schülern das Öko-Label.

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Umweltzeichen-Verleihung an die HLA für Umwelt und Wirtschaft des Zisterzienserstiftes Zwettl

Fotos: Lebensministerium

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