Mission ist für uns weltweiter Dialog und Austausch auf Augenhöhe

Sr. M. Cordis Feuerstein 120vIm Stift Lambach in Oberösterreich behandelt die "Fachtagung Weltkirche" am 19. und 20. Juli das Thema "Die Flamme nähren. Wege der Glaubensvermittlung heute". Ordensgemeinschaften und katholische Entwicklungsorganisationen laden zu Referaten und Erfahrungsberichten aus Brasilien, Papua-Neuguinea, Südafrika und Österreich ein.

 

„Wir denken und handeln lokal und global. Der unmittelbare Kontakt zu den konkreten Menschen an unserer jeweiligen Wirkungsstätte ist unsere Stärke. Wir wissen, wie es Menschen geht, und wir kennen so ihre ungeschminkten Lebenssituationen. Mitschwestern und Mitbrüder kämpfen oft an entlegensten Orten dieser Welt für eine gerechte und menschenwürdige Gesellschaft und bleiben vor Ort, auch wenn es schwierig und oft gefährlich ist. Mission ist für uns daher weltweiter Dialog und Austausch auf Augenhöhe.“ Das betont im Vorfeld der Fachtagung in Lambach die Generalsekretärin der Vereinigung von Frauenorden Sr. Cordis Feuerstein.

Empathie und Compassion

Sie selber war über 10 Jahre in Jerusalem international tätig und kennt die Kraft, die aus dem weltweiten Netz der Ordensgemeinschaften und vieler Entwicklungsorganisationen erwächst: „Empathie und Compassion sind für uns der besondere Ausdruck von Lebendigkeit. Genährt wird diese Lebendigkeit aus einem tiefen spirituellen Leben. Unsere Lebensform nach den Gelübden ist außergewöhnlich und treibt Mitbrüder und Mitschwestern an die Brennpunkte unserer globalisierten Welt. Gerade die aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen lassen uns sehr oft ganz Neues ausprobieren.“ Feuerstein ist auch überzeugt, dass ein einseitig verstandener Missionsbegriff an der Realität vorbeigeht: „Wenn wir uns wirklich öffnen, dann wird uns aus den von uns bezeichneten Missionsländern neuer Schwung und Begeisterung für das Evangelium entgegenkommen. Wir haben den Eindruck, dass sich in vielen Bereichen Mission umdreht.“

Friedensstifter

Die Fachtagung wird geprägt sein durch Erfahrungsberichte und Vernetzung. Impulse kommen aus Brasilien, Papua-Neuguinea, Südafrika und Österreich. Leider musste Fr. Polycarp Kaviak die Reise nach Österreich absagen, da ihm die Zentralregierung in Port Moresby den Reisepass verweigert hat. An diesem Beispiel wird ersichtlich, dass es gerade für Friedensaktivisten nicht einfach ist, in den internationalen Austausch zu kommen. Er wollte über „Der Glaube und die Vision des Friedens“ referieren.

Weitere Infos auf www.fachtagung-weltkirche.at

Foto Sr. Cordis Feuerstein in Druckqualität

[fk]