Frisch bei Hitze mit Tipps aus dem Kneipp-Kurhaus

2013 07 29 BadMühllacken BM Leitung TEASERTipps aus dem Kloster für gute Tage bei großer Hitze kommen von den Marienschwestern in Bad Mühllacken/Oberösterreich. "Wichtiger als jedes Rezept ist es, eine positive Einstellung zum Wetter zu bewahren - und sich dem Rhythmus der Jahreszeiten hinzugeben", rät Elisabeth Rabeder, Betriebsleiterin des Kneipp-Kurhauses der Schwestern.

Wird es zu heiß, rät die Kneipp-Spezialistin zum Wassertreten nach der Anleitung von Pfarrer Sebastian Kneipp. Das bedeutet konkret: 20 oder 30 Mal im kalten Wasser storchenartig auf- und abgehen und das Wasser danach nur abstreifen, nicht abtrocknen. "Zum richtigen Kneippen braucht man kein Handtuch", so Rabeder im Gespräch mit "Kathpress". Ist kein Bach in der Nähe, leisten zwei Kübel oder ein Schaffel gute Dienste beim Wassertreten. Ebenso empfehlenswert: Das "Tautreten", wozu man zeitig am Morgen barfuß in den Garten oder Park geht, um den Tau zwischen den Zehen zu spüren. Barfußgehen sei generell sehr gesund. "Der Weg zur Gesundheit ist der Barfußweg", zitiert Rabeder Pfarrer Kneipp.

Frisch im Büro

"Anwendungen" heißen in der Kneipp-Sprache die Handlungen, mit denen eine Besserung oder Stärkung der Gesundheit erreicht werden sollen. Gegen Hitzebeschwerden gibt es solche für den Morgen, doch auch für untertags und für den Abend, wobei laut der Expertin je nach Anwendungszeit verschiedene Wirkungen erreicht werden: "Morgens und nachmittags wirken sie erfrischend und regen den Kreislauf an. Abends sind sie eine Einschlafhilfe." Für zwischendurch im Büro empfiehlt die Expertin das "Armbad". Nacheinander wird dabei der rechte und linke Arm in kaltes Wasser getaucht, wo man ihn einige Sekunden lässt und dabei ausatmet. Zum Trocken werden die Arme kräftig bewegt, bis ein wohliges Wärmegefühl eintritt.

Bedürfnisse ganz unterschiedlich

Neben dem altbewährten Wassertrinken - an heißen Tagen auch mehr als die üblichen acht Gläser - sei vor allem schweres, fettes Essen zu meiden. Besser sei eine fettarme, naturbelassene und leichte Kost. Generell gelte aber nachzufühlen, was man vertrage oder nicht, das sei nämlich von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Wie auch bei allen anderen herausfordernden Dingen sei vor allem die Einstellung zu den konkreten Schwierigkeiten ausschlaggebend. Schlagzeilen über Hitze und ihre Folgen sollen einen am besten "kalt lassen". Besser wäre es sich, auf das Schöne am Sommer und am warmen Wetter zu konzentrieren. Und die sonnigen Tage mit einem Glas Erfrischungstrunk zu begießen: Wasser mit Minze und einem Schuss Zitrone wirke hervorragend gegen die Hitze.

Foto: Kneippkurhaus Bad Mühllacken - Elisabeth Rabeder/Betriebsleiterin, Sr. M. Johanna Aschauer/Geistliche Leitung

[kathpress/ms]