Stift und Gruft

Büro Freyung im Stift VorauDie 23 MitarbeiterInnen des Büro Freyung der Vereinigung von Frauenorden und der Superiorenkonferenz der Männerorden in Wien nutzten den Betriebsausflug am 12. September 2013, um das 850 Jahre alte und neu renovierte Stift Vorau und als Kontrapunkt die Gruft unter der Michaelerkirche zu besuchen. Der thematische Bogen wurde emotional erlebbar so weit ausgespannt wie das Leben selbst: vom Himmel bis unter die Erde.

Propst Gerhard Rechberger selbst empfängt die MitarbeiterInnen der Vereinigung der Frauenorden, der Superiorenkonferenz, der Vereinigung von Ordensschulen, des Referates Kulturgüter und des Medienbüros aus Wien: "Nach zwei Jahren Renovierungsarbeiten können wir unser Stift zum 850-Jahr-Jubiläum in neuer Schönheit herzeigen. In besonderer Weise gelungen ist uns die Renvierung der Kirche, die auf der einen Seite besticht durch die barocke Ausgestaltung und auf der anderen Seite die Einfachheit des neu gestalteten Altarraumes." Die Gäste aus dem Büro Freyung wurden durch die Stiftskirche, die Sakristei, die Bibliothek und die kleine aber feine Ausstellung zum Jubiläum geführt. Der Rundgang auf dem etwa 800 Meter langen "Chorherrenweg" mit erläuternden Schautafeln hinterließ wie das gute gastronomische Angebot in der Stiftstaverne einen bleibenden Eindruck.

3 Propst Rechberger

Propst Gerhard Rechberger führt durch das Stift

Altarraum

Der neu gestaltete Altarraum

Bibliothek

Die Bibliothek

Chorherrenweg Rundgang

Der Chorherrenweg führt rund um das Stift

 

Blick hinunter in die Michaeler-Gruft

Wieder zurück in Wien bekamen die MitarbeiterInnen des Büro Freyung von Pfarrer Dr. Peter van Meijl von der Michaelerkirche einen besonderen Einblick in die Gruft unter der berühmten Michaeler-Kirche neben der Hofburg, in der das Mozartrequiem uraufgeführt wurde. "Wir wollen die Gruft unter der Kirche für die Zukunft retten. Mit speziellen Kühlgeräten wird die Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit gesenkt. Damit können wir zumindest den weiteren Verfall der dort befindlichen Särge und Mumien stoppen." Der Pfarrer legt nicht nur selber bei den Sanierungsarbeiten begeistert Hand an, sondern ist überzeugt, dass die Gruft eine besondere pastorale Chance darstellt: "Der Tod ist heute verdrängt und gehört nicht mehr zum Leben. Hier vermitteln wir Innehalten und Nachdenken."  Durch breite wissenschaftliche Zusammenarbeit und gute Kontakte zu Sponsoren konnten etwa 50 Särge und Mumien vor dem Verfall gerettet werden. Das "gruftige Labyrinth unter der Erde" war die gute "Ergänzung zur barocken Lebensfülle" in Vorau.

Gruft unter der Michaelerkirche

Die Särge in der Michaelergruft werden gerettet

71 Gruft

Die Gruft hat eine pastorale Botschaft: Leben und Tod gehören zusammen.

Leben heißt immer auch entscheiden

Propst Rechberger schildert in der Sakristei von Vorau die Spannung in den dortigen zwei Fresken: "Das Deckenfresko zeigt den Himmel und Christus am Regenbogen. Wenn wir Chorherren in die Kirche zum Gottesdienst gehen, dann steht uns am Weg in die Kirche das Wandfresko von der Hölle gegenüber." Das zeigt: Der Mensch steht in der Entscheidung.

Die Hölle 

 Wandfresko in der Sakristei: Die Hölle

8 HimmelVorau

Der Himmel in der Sakristei im Stift Vorau

Stift Vorau

Gruft unter der Michaelerkirche

Büro Freyung im Stift Vorau

Büro Freyung

[fk]