Ordensgemeinschaften unterstützen Initiative Gegen Unmenschlichkeit

2013 10 10 GegenUnmenschlichkeitDie österreichische Flüchtlingspolitik muss neu gestaltet werden. Das fordert die Initiative Gegen Unmenschlichkeit in einer Petition an die neue Bundesregierung. Die Petition kann noch bis 15. Oktober 2013 online unterzeichnet werden. Ordensgemeinschaften Österreich sind in der Initiative engagiert.

Die Präsidentin der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer, der Generalsekretär der Superiorenkonferenz, Pater Erhard Rauch, die Provinzialin der Don Bosco Schwestern, Sr. Maria Maxwald und der Mediensprecher der Ordensgemeinschaften, Ferdinand Kaineder, gehören dem Personenkomitee der Initiative Gegen Unmenschlichkeit an. Sie ermutigen, die Petition Gegen Unmenschlichkeit an die neue Regierung noch bis 15. Oktober 2013 zu unterzeichnen. Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine der Trägerorganisationen der Initiative.

„Unsere neue Regierung muss einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik herbeiführen, bei uns in Österreich. Und es muss auch in Europa – besonders nach dem hundertfachen Tod vor Lampedusa – eine menschliche Flüchtlings-, Migrations- und Entwicklungspolitik eingefordert werden. Österreich soll in der EU mit Nachdruck darauf drängen und mit gutem Beispiel vorangehen!“ So lautet der Aufruf der Initiative Gegen Unmenschlichkeit, an der sich die Ordensgemeinschaften Österreich beteiligen. Den Wortlaut der Petition an die zukünftige Regierung und die Möglichkeit zu unterzeichnen finden Sie auf: gegen-unmenschlichkeit.at

Die Statements der im Personenkomitee vertretenen Ordensleute:

Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs
Menschen, die an den Rand gedrängt werden, sind uns Ordensfrauen immer ein besonderes Anliegen. Wachsamkeit für die Bedürfnisse dieser Menschen gehört   zu unserem Auftrag aus dem Evangelium. Aus unserer konkreten Arbeit ist uns bewusst, dass die Situation der Flüchtlinge in Österreich verbessert werden muss.

P. Erhard Rauch, Generalsekretär der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs
Ich erlebe immer wieder engagierte und integrationswillige Flüchtlinge und Asylwerberinnen und Asylwerber. Durch die oft über Jahre latente Abschiebungsbedrohung können sie sich nicht entfalten und ihre persönlichen und beruflichen Kompetenzen einbringen. Da muss etwas geändert werden.

Sr. Maria Maxwald, Provinzialin der Don Bosco Schwestern
Kinder und Jugendliche brauchen Schutz, egal woher sie kommen und woran sie glauben – das ist eine Grundüberzeugung unserer Ordensgemeinschaft. Don Bosco würde heute nichts anderes sagen.

Ferdinand Kaineder, Mediensprecher Ordensgemeinschaften Österreich
Durch meine persönlichen Erlebnisse rund um das Asylheim in Kirchschlag bei Linz und die vielen Begegnungen mit den Votivkirchen-Flüchtlingen letzten Winter wurde meine Wahrnehmung weiter geschärft, gegen jede Form der Unmenschlichkeit und Diskriminierung aufzutreten. Was mit Asyl suchenden Frauen, Männern und Jugendlichen zum Teil passiert, ist himmelschreiend. Als Theologe weiß und glaube ich, dass mich aus diesen Gesichtern Gott selbst anschaut. Da kann und will ich nicht wegschauen.

Don Bosco Flüchtlingswerk Austria: www.fluechtlingswerk.at
Initiative Gegen Unmenschlichkeit: gegen-unmenschlichkeit.at

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