Stift Klosterneuburg ehrt Liturgie-Pionier Pius Parsch

pius parsch 120Mit einem Festgottesdienst und einem internationalen Liturgiesymposion gedenken die Augustiner Chorherren von Stift Klosterneuburg ihres vor 60 Jahren, am 11. März 1954, verstorbenen Mitbruders Pius Parsch (1884-1954). Er gilt als Wegbereiter der Liturgiereform der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert.

 

Abtprimas Propst Bernhard Backovsky feiert mit dem Stiftskonvent und der Gemeinde von St. Gertrud am Dienstag, 11. März, um 18 Uhr in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud (Leopoldstraße 31, 3400 Klosterneuburg) einen festlichen Gedenkgottesdienst. Im Anschluss an den Gottesdienst segnet und enthüllt der Propst eine Gedenktafel an der Kirche, die auf St. Gertrud als „Wiege der Volksliturgischen Bewegung" und auf das Lebenswerk von Pius Parsch hinweist.
Vom 13. bis 16. März findet unter dem Motto "Liturgie lernen und leben - zwischen Tradition und Innovation" ein internationales Pius-Parsch-Symposion im Chorherrenstift statt. Liturgiefachleute aus dem mitteleuropäischen Raum werden dabei unter aktuellen Gesichtspunkten die Reformimpulse von Pius Parsch und ihren Beitrag für die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie die heutige Bedeutung Parschs' beleuchten. "Gastgeber" sind der Klosterneuburger Abtprimas Backovsky und der Direktor des Pius-Parsch-Instituts Klosterneuburg, Andreas Redtenbacher.
Kardinal Joseph Ratzinger erklärte 2004, die Werke von Pius Parsch in den 1920er bis 1940er Jahren hätten „entscheidend das liturgische Bewusstsein der ganzen Kirche geformt“.
Schon ab 1922 zelebrierte der Klosterneuburger Chorherr Pius Parsch (1884-1954) Gemeinschaftsmessen in der Kirche St. Gertrud (Klosterneuburg), bei denen Teile der Eucharistiefeier vom Volk in deutscher Sprache gesungen wurden. Die vom Konzil geforderte aktivere Teilnahme der Mitfeiernden nahm er somit schon 40 Jahre früher vorweg.

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Stift Klosterneuburg
[hw]