Linzer Ordensspital: Mit Patientenuniversität Krankheiten vorbeugen

2014 03 28 kolbBereits seit fünf Jahren beschreitet forte, das FortBildungszentrum der Elisabethinen Linz, einen neuen, innovativen Weg der Gesundheitsvorsorge: In ihrer „Patientenuniversität“ vermittelt das Linzer Ordensspital Know-how in Theorie und Praxis, um Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen.

„In Wirklichkeit haben wir in Österreich ein Krankheitssystem und kein Gesundheitssystem“, sagt forte-Geschäftsführer Mag. Günther Kolb. „Wenn jemand krank wird, dann erhält er eine ganz ausgezeichnete Behandlung. Aber wäre es nicht wesentlich sinnvoller, sich darauf zu konzentrieren, Menschen erst gar nicht krank werden zu lassen? Mehr Aufklärungsarbeit ist gefragt. Wir brauchen Vorsorgebetriebe, und da sind die Elisabethinen Linz federführend!“

Gesundheitskompetenz erhöhen

Vor fünf Jahren gründete das Linzer Ordensspital die „forte Patientenuniversität“, um die Gesundheitskompetenz jedes einzelnen zu erhöhen und zu stärken und ihm leicht umsetzbares Know-how in Theorie und Praxis mitzugeben. „Die Menschen können so alt werden wie noch nie; doch oft spielt ihre Gesundheit nicht mit“, bringt es Mag. Kolb auf den Punkt. Natürlich könne nicht jede Krankheit verhindert werden, aber „viele Gesundheitsprobleme entstehen erst durch einen falschen Lebensstil.“ Hier brauche es eine Trendwende.

Oft genüge es schon, nur ein paar Punkte zu ändern: Eine Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und weniger Zigaretten würden schon viele Krankheitsrisiken vermindern. „Es geht nicht darum, sich zu kasteien oder sein Leben radikal zu verändern, sondern sich einiger Dinge bewusst zu sein“, sagt Mag. Kolb. „Uns geht es darum, Hintergrundwissen zu vermitteln. Unsere Erfahrung zeigt, wer sich mit seiner Gesundheit auseinandersetzt, ändert auch seinen Lebensstil.“

Mündige Patienten

Ansprechen möchte man prinzipiell jede/n, die/der sich mit seiner Gesundheit beschäftigen will. Aber direkte Zielgruppe sei die Altersgruppe 50+, also jene, in der diese Zivilisationskrankheiten besonders akut werden könnten. Die vortragenden Ärztinnen und Ärzte bemühen sich, zielgruppengerechte Informationen weiterzugeben und aus ihren Studentinnen und Studenten mündige Patientinnen und Patienten zu machen. Lernen soll lebendig gestaltet, anschaulich und interessant aufbereitet sein sowie Raum für Diskussion lassen - und es soll Spaß vermitteln.

Vielfältig Information

Das Semesterprogramm bietet vielfältig Information:
* In einer Exkursion in das medizinische chemische Labor des Spitals können die Studenten von der Blutprobe bis zur Diagnose alle Schritte mitverfolgen.
* Fachärzte erklären Diagnosegeräte wie den Ultraschall oder Blutzuckermessgeräte und lassen die Studenten selbst damit arbeiten.
* Nach der theoretischen Osteoporosevorsorge im Vortrag gibt es unter dem Motto „Gemeinsames Kochen für starke Knochen" einen Kochworkshop.
* Therapeuten/Ärzte trainieren mit den Studenten Übungen für den gesunden Rücken, starken Beckenboden und gesunde Füße.

Belohnung inklusive

„Als zusätzlichen Anreiz haben wir auch für eine kleine Belohnung gesorgt“, sagt Mag. Kolb. „Jeder, der sich ein Jahr lang an unserer Patientenuniversität fortbildet, bekommt eine Nacht in einem Wellness-Hotel geschenkt.“

Die Kosten für ein Semester betragen € 70,00. Einzelvorlesungen kosten € 10,00. Anmeldungen und der Einstieg ins Semester sind jederzeit möglich. Tel. 0732/770 833 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Nähere Informationen zur Patientenuniversität finden Sie hier.

[rs]