Film: Die verlorene Zeit der jungen Flüchtlinge

 

 120DonBoscoFlüBei der von vielen Jugendlichen besuchten Premiere des Films „Die verlorene Zeit“ am 26. September 2014 in der Don Bosco Pfarre in Erdberg in Wien im Auftrag des Don Bosco Flüchtlingswerkes betonte Provinzial Petrus Obermüller: „Ich ermutige die Bergerinnen und Bürgen in unserem Land, offen zu sein und keine Angst zu entwickeln vor den Neuen. Halten wir die Türe offen.

 

„Ich richte einen Appell an die Regierenden, die Rahmenbedingungen für die Flüchtenden zu verbessern, die Arbeitsplätze zu öffnen und eine gute Berufsausbildung zu ermöglichen. Es braucht eine viel stärkere ausgeprägte Kultur der Solidarität hier in Österreich. Unsere christliche Solidarität fordert uns heraus, sich der immer stärker werdenden Flüchtlingsproblematik zu stellen. Das Thema ist vielleicht unbequem, aber für uns Christinnen und Christen unausweichlich.“ Obermüller hat selber persönlichen Kontakt zu Jugendlichen, „die auf der Flucht Eltern, Sprache und Tradition verlassen mussten.“ Es ist wichtig, dass es Personen, Orte und Einrichtungen gibt, die hier tätig sind: „Es ist gut, dass diese Menschen aufgefangen werden. Nehmen wir die Verantwortung.“

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Seit drei Jahren darf ich nicht fahren

Der Film selber ist eine Dokumentation von jungen Flüchtlingen, die oft schon jahrelang in Österreich sind und „nichts tun dürfen“. Weder Schule noch Ausbildungen stehen ihnen offen. Auch der Arbeitsmarkt bleibt ihnen verschlossen. Seit drei Jahren ist ein junger Busfahrer aus dem Iran hier und er meint im Film: „Seit drei Jahren darf ich nicht fahren.“ Ein junger Afgane war dort in der Pilotenschule: „Ein Jahr schon tue ich nichts, weil ich nicht darf.“ Ein Fußballer schildert sein Situation: „Drei Jahre warte ich auf die Genehmigung und ich habe alle Tests bisher bestanden.“ Obermüller am Ende der Premiere: „Es braucht eie willkommen heißende Atmosphäre.“

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Es braucht Verstärker

An diesem Abend präsentierte „Jugend eine Welt“ ihre Flüchtlingsarbeit. Ebenso das gemeinsame Don Bosco Flüchtlingswerk. P. Rudi Decker, der seit 10 Jahren selber im Flüchlingsheim Dienst macht, forderte: „Es braucht Verstärker, damit die Situation der Flüchtlinge von denen gehört werden, die wirklich etwas tun können." 

Der Film wurde zur Gänze (Konzept, Kamera, Schnitt, Musik) von jungen Erwachsenen der "Nachbetreuung Moses" des Don Bosco Flüchtlingswerkes umgesetzt. Bei der Verwirklichung des Filmes wurden die jungen Erwachsenen von Miriam Fassbender (Regisseurin und Dokumentarfilmerin) mit Rat und Tat begleitet und unterstützt.

Film auf Youtube

[fk]