Trauercafé im Kapuzinerkloster Feldkirch

2014-10-08 hofmann 120Als ehrenamtlich tätiger Hospizbegleiter wird der Rankweiler Siegfried Hofmann fast täglich mit dem Tod konfrontiert. Doch oft verzweifeln auch die Hinterbliebenen mit ihrer Trauer am Leben. In Kooperation mit dem Kapuzinerkloster Feldkirch initierte Hofmann deshalb einmal monatlich ein Trauercafé, um dem Tod einen Platz im Leben zu geben.

Trauer braucht Zeit und Raum - letzteres hat sie ein bisschen auch im Kapuzinerkloster Feldkirch gefunden. Dort öffnet einmal im Monat ein Trauercafé seine Türen, in dem sich Hinterbliebene treffen und über ihre Trauer, über ihren Schmerz und ihre Ängste sprechen. „Wir möchten den Menschen Trost schenken, ihnen zuhören und ihre Probleme ernst nehmen“, sagt Initiator Siegfried Hofmann. Oft haben Menschen Hemmungen, den ersten Schritt ins Trauercafé zu machen, einmal überwunden, empfinden sie die Gesprächsrunde als sehr wertvolles Angebot.

Der im Landeskrankenhaus Feldkirch beschäftigte Krankenpfleger arbeitet in seiner Freizeit ehrenamtlich als Hospizbegleiter. Während seines Dienstes machte er die Erfahrung, dass in der Umgebung einer stationären Einrichtungen die Trauer der Angehörigen schnell eingeengt wird. Hier bietet das Trauercafé, besonders im kontemplativen Umfeld des Kapuzinerklosters, den richtigen Rahmen zum Gespräche. Hofmann: „Dieser Austausch mit anderen Betroffenen kann sehr hilfreich sein.“

Das Trauercafé im Kapuzinerkloster Feldkirch bietet unabhängig von Konfession und Nationalität die Möglichkeit, Menschen treffen, die ebenfalls einen Trauerfall zu beklagen haben und diesen verarbeiten möchten. Wer möchte, kann sich am Gespräch beteiligen oder aber auch nur einfach zuhören. Die Treffen werden von ehrenamtlich tätigen TrauerbegleiterInnen begleitet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Öffnungszeiten finden Sie hier.

Quelle Foto: Caritas Vorarlberg

[rs]