Schnuderl: Ihr seid die Frischzellen für unsere Kirche

120 IMG 6122Im Grazer Dom hat der neugewählte Diözesanadministrator Heinrich Schnuderl in seiner Predigt beim Gottesdienst am 1. Feber 2015 zum „Tag des geweihten Lebens“ die innovative Seite der Orden in der Kirche hervorgehoben. „Die Kirche braucht innovative Kräfte, die eine geistliche Unruhe in die Kirche hineintragen. Ihr seid die Frischzellen für die Kirche.“

„Wir sagen heute besonderen Dank an die Christinnen und Christen in den Kongregationen und Orden für all das, was sie für die Kirche und unsere Gesellschaft leisten – durch ihr zeichenhaftes Dasein, ihr Gebet und Opfer, ihren Dienst in Schulen, Spitälern, Pfarren und Gemeinden. Wie arm wäre unser Land, wenn es Euch nicht gäbe.“ Mit diesen Worte begrüßte der neue Diözesanadministrator Heinrich Schnuderl im vollen Dom in Graz am Sonntagabend die feiernde Gottesdienstgemeinde. „Heuer beginnen wir mit diesem Gottesdienst auch offiziell das JAHR DER ORDEN hier in der Steiermark.“

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Frischzellen und innovative Kräfte

In seiner Predigt betonte Schnuderl mit Verweis auf das 2. Vatikanische Konzil: „Die Erneuerung kommt aus den Quellen der Gründungen und aus dem Ernstnehmen der Zeitumstände. Heiligung ist nicht primär durch Verzicht zu verstehen, sondern als Entfaltung der Persönlichkeit nach dem Bild Jesu. Mit den Worten ‚einfach – hörend – ehelos‘ werden die Gelübde aktuell angesprochen. Sich nicht vom Besitz besitzen lassen. Ganz auf das Wort Gottes hinhören und ausgerichtet sein auf Gott.“ Mit Verweis auf Papst Franziskus sagt Schnuderl: „Das Hinausgehen an die Randgebiete, Offenheit für die Anforderungen unserer Zeit müssen auch von den Orden vorgelebt werden. Oft waren sie „Frischzellen“ für die Kirche. Die Kirche braucht auch heute solche innovativen Kräfte, die eine geistliche Unruhe in die Kirche tragen. Der „Tag des gottgeweihten Lebens“ und das JAHR DER ORDEN sind  auch an uns und unsere Pfarren und Gemeinden eine Aufforderung, zu erkennen oder wieder zu entdecken, was wir an den Ordensleuten haben, und auch öffentlich darauf hinzuweisen und einzuladen, das Wagnis eines radikal gelebten Christseins auf sich zu nehmen.“

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vlnr: Administrator Heinrich Schnuderl, Regionalvorsitzende Sr. Sonja Dolesch, Regionalvorsitzender Abt Benedikt Plank

Viele Zeichen einer neuen Verbundenheit

Sr. Sonja Dolesch bedankte sich am Ende des Gottesdienste bei den Mitfeiernden und verwies auf die vielen Angebote, die heuer im JAHR DER ORDEN in der Steiermark auf die Menschen warten: „Dieses gemeinsame Feiern ist ein Zeichen der Verbundenheit untereinander und in diesem Jahr über die Diözese hinaus. Wir wollen unser Leben neu zur Sprache bringen, Mitte und Auftrag neu artikulieren, auch auf die Gesellschaft und Kirche hin. Gerade der Schwerpunkt ‚Mittwoch ist Ordenstag‘ bietet vielen die Chance, einander neu zu begegnen.“ Dolesch verweist auf die Lesezeichen mit dem Gebet zum JAHR DER ORDEN, die allen mitgegeben wurden als „Erinnerung und Einladung verbunden zu bleiben“.

Druckfähiges Foto: Schnuderl, Dolesch, Plank

www.jahrderorden.at

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