Grazer Schulschwestern und Caritas bündeln Hilfe für Frauen in Not

srsonja dolesch 120In das bisherige Internatsgebäude der Grazer Schulschwestern in der Georgigasse werden im März 2016 die bestehenden Caritas-Einrichtungen "Haus Elisabeth" und das Frauenwohnhaus "Clara" umziehen. Mit dem Projekt "FranzisCa" erweitern die Grazer Schulschwestern und die Caritas der Diözese Graz-Seckau ihre Hilfe für Frauen in Not. "'FranzisCa' führt uns an die Wurzeln unseres Auftrags als Orden: die Lebensgrundlage für Kinder und Frauen zu verbessern", erklärte Provinzoberin Sonja Dolesch.

Mit der Neugestaltung des bisherigen Internatsgebäudes und der Zusammenarbeit mit der Caritas gäben die Schulschwestern Antwort auf die Notsituation einer besonders verletzlichen Gruppe, so Sr. Dolesch. "Dazu gehört es auch immer zu fragen, welche Teilbereiche unserer Werke werden nicht mehr gebraucht und wo es neue Nöte gibt.“

Im neuen "Haus Elisabeth" werden künftig 20 Frauen und Kinder in der Notschlafstelle einen vorübergehenden Platz zum Leben finden. Zentrales Anliegen im "Haus Elisabeth" ist die Soforthilfe; das heißt: Bereitstellung eines Schlafplatzes, Versorgung mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln, gefolgt von der individuellen Problemabklärung und Beratung. Häufig schließt daran eine Phase der intensiven Betreuung und bei Bedarf adäquate Weitervermittlung. Die angeschlossene Wohngemeinschaft bietet Raum für bis zu zehn Frauen und sechs Kinder. Im "Haus Clara", dem ehemaligen Frauenwohnhaus in der Grazer Kalvarienbergstraße, werden bis zu 60 Frauen und Kinder Platz zum Wohnen finden. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht die Unterbringung, Betreuung und Integration weiblicher Asylwerberinnen mit Fokus auf Alleinerzieherinnen mit ihren Kindern, schwangere und allein lebende Frauen.

[hw]