Zum JAHR DER ORDEN: Der Ordenskalender vom 14. bis 20. Juni

2015 01 08 ordenskalender 120Zum JAHR DER ORDEN 2015 haben die Ordensgemeinschaften Österreich einen "Ordenskalender" herausgegeben, der einen Überblick über die wichtigsten Feste und Gedenktage aller 200 in Österreich tätigen Orden gibt. Hier die von "Kathpress" zusammengestellten wichtigsten anstehenden Ordensfeste vom 14. bis 20. Juni mit Basisinformationen zu den einzelnen Orden.

Gedenken zum 15. Juni

Am 15. Juni gedenken die Ordensmänner des Benediktinerstifts Admont ihres Gründers, des hl. Gebhard. Der Erzbischof von Salzburg (+1088) gründete Admont im Jahr 1074. Das geistliche, touristische und kulturelle Zentrum der nordwestlichen Steiermark ist mit 941 Jahren das älteste Benediktinerkloster des Bundeslandes.
International bekannt ist es vor allem durch seine Büchersammlung: Die prunkvolle Klosterbibliothek mit 200.000 Bänden ist die größte der Welt und wurde aufgrund ihrer meisterhaften Skulpturen, Reliefs und Fresken für lange Zeit sogar als "achtes Weltwunder" bezeichnet. Dem Konvent gehören heute 26 Benediktinerpatres an, die u.a. in der Seelsorge der 26 Stiftspfarren tätig sind. Das Kloster ist Arbeitgeber für 580 Mitarbeiter, vor allem in der Holzindustrie, Land-, Forst- und Energiewirtschaft, im Pflegebereich sowie im Tourismus. Seit 1644 führt das Stift zudem ein Gymnasium, derzeit für rund 700 Schüler. (Informationen: www.stiftadmont.at)

Gedenken zum 16. Juni

Am 16. Juni gedenken die Ordensmänner der Benediktinerabtei St. Lambrecht ihres Gründers, Markgraf Markward von Eppenstein, (+1076). Dem Konvent gehören derzeit 14 Mitbrüder an, von denen acht ständig im Kloster leben. Zu den 14 Mitgliedern der Klostergemeinschaft gehört auch der Linzer Altbischof Maximilian Aichern. Neun Pfarren im Umkreis des Stiftes werden von der Klostergemeinschaft betreut. ((Infos: Stift St. Lambrecht)

Der 16. Juni ist auch der Gedenktag für Maria Theresia Scherer (1825-1888), Mitbegründerin und Gründungsoberin der "Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz" ("Kreuzschwestern"). Der von Scherer und dem Schweizer Kapuziner Theodosius Florentini (1808-1865) gegründete Frauenorden ist seit 1860 in Österreich tätig und führt über seine Trägergesellschaft der Provinz Europa Mitte mit Sitz in Wels derzeit fünf Krankenhäuser, elf Pflegeheime sowie einen Schulverein mit Kindergärten und Schulen in Oberösterreich, Wien, Bruck/Mur, Feldkirch und Bad Aussee.
Aktuell sind die Kreuzschwestern auch wichtiger Unterkunftgeber für Asylwerber: Im ehemaligen Schulgebäude des Ordens in Bruck sind rund 80 Flüchtlinge untergebracht. Weltweit gibt es rund 3.900 Kreuzschwestern. (Infos: www.kreuzschwestern.at)

Gedenken zum 19. Juni

Die Servitinnen begehen am 19. Juni den Gedenktag ihrer Gründerin Juliana Falconieri. Sie wurde ca. 1270 in Florenz geboren und gründete 1305 den weiblichen Zweig des schon 1233 in Italien entstandenen Servitenordens. Falconieri starb am 19. Juni 1341 und wurde 1737 heiliggesprochen. Damals gab es in Innsbruck bereits ein Servitinnenkloster (seit 1606), das unter Kaiser Joseph II. 1786 aber wieder aufgelassen wurde. Nach dem geistlichen Vorbild der Servitinnen gründete Sr. Maria Philomena Morel eine Schwesterngemeinschaft, die 1864 dem Servitenorden angeschlossen wurde. 1922 kamen die ersten Schwestern Servitinnen nach Wien (seit 1953 Wien-Mauer). Die Servitinnen leben nach der Regel des heiligen Augustinus und nach eigenen Konstitutionen. Sie arbeiten in Pfarreien, Schulen, in der Kranken-, Armen- und Altenpflege und in der Mission. Gemeinschaften gibt es in Belgien, Kanada, England, den USA, Frankreich, Jamaika, Korea, Kongo und Österreich. Der Österreich-Konvent der Servitinnen befindet sich in Wien-Mauer. Dort betrieben die Schwestern auch bis 2008 das Seniorenheim St. Josef, das 2008 dem Trägerverein des "Hauses der Barmherzigkeit" übergeben wurde. In Wien-Mauer leben und wirken derzeit sechs Schwestern.

[rs]