Barmherzige Schwestern schaffen Unterkünfte für Flüchtlinge und erleben großartige Hilfsbereitschaft

2015 10 02 barm schw inns 120Die Barmherzigen Schwestern adaptieren derzeit das seit Jahren leerstehende Mädcheninternat in Innsbruck-Saggen für eine Herberge für rund 130 Asylwerberinnen – und sind überwältigt von der großartigen Hilfsbereitschaft und Unterstützung von vielen Seiten. Mitte Oktober sollen die ersten Flüchtlinge einziehen.

Nicht nur zahlreiche Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner, mittlerweile hunderte Freiwillige sowie die katholische und evangelische Kirche unterstützen die Schwestern. In nur zwei Tagen sammelten die Katholische Jugend und die youngCaritas nach einem diözesaninternen Aufruf mehr als 1000 Hygienepakete für Flüchtlinge. Ein Teil der gesammelten Hygienepakete wurde an die Barmherzigen Schwestern in Innsbruck übergeben. Und die Diözese Innsbruck stellte 30.000 Euro für die Einrichtung in zwei Stockwerken zur Verfügung.

Befragt nach der Motivation antwortet Provinzoberin Sr. Johanna Maria Neururer spontan: „Ganz einfach, wir hatten ein leerstehendes Haus, ich hörte täglich von der Not dieser Menschen und auch den Aufruf um Unterkünfte. Es ist ganz einfach unsere Pflicht. Auch unser Ordensstifter, der Heilige Vinzenz von Paul, hinterließ uns diesen Auftrag.“

Das Haus wird an das Land Tirol vermietet, die Tiroler Sozialen Dienste werden Mitte Oktober mit der Belegung des Hauses beginnen.

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Bild: Unterstützung der Diözese Innsbruck für das geplante Flüchtlingsquartier bei den Barmherzigen Schwestern in Innsbruck: v.l. Verena Plank (youngCaritas), Finanzkammerdirektor Markus Köck (Diözese Innsbruck), Provinzoberin Sr. Johanna Maria Neururer (Barmherzige Schwestern), Kerstin Cleven (youngCaritas) und Roman Sillaber (Katholische Jugend). Bild: Ulli Pizzignacco

[hw]