Achtzehn Ordenschristen in Algerien selig gesprochen

"Treue Verkünder des Evangeliums, demütige Erbauer des Friedens und heldenhafte Zeugen der christlichen Nächstenliebe."  Papst Franziskus hat anlässlich der Seligsprechung der Mönche von Tibhirine in Algerien zum Einsatz für Brüderlichkeit und Solidarität auf der Welt aufgerufen.

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18 Ordensmänner und -frauen und Bischof Pierre Claverie, die am 8. Dez 2018 in Algerien als Märtyrer selig gesprochen wurden, seien "treue Verkünder des Evangeliums, demütige Erbauer des Friedens und heldenhafte Zeugen der christlichen Nächstenliebe" gewesen, sagte der Papst am Festtag Maria Empfängnis auf dem Petersplatz. Ausdrrücklich würdigte neben dem Bischof, den Priestern, Ordensmännern und -frauen Franziskus auch die Laien. Das mutige Glaubenszeugnis der neuen Seligen sei "Quelle der Hoffnung für die Katholiken in Algerien und Samen des Dialogs für die gesamte Gesellschaft", sagte er nach seinem Mittags-Gebet.  In dem vom Vatikan veröffentlichten Schreiben gedenkt er auch aller Opfer des algerischen Bürgerkriegs. Die Kirche wolle sich weiter für Dialog, Eintracht und Freundschaft einsetzen. Franziskus erinnert auch an den heiligen Augustinus (354-430). Der Kirchenlehrer wirkte als Bischof in Hippo (heute Annaba).

Die sieben französischen Trappisten des Klosters Notre-Dame de l'Atlas im Norden Algeriens wurden im März 1996 während des Bürgerkriegs entführt. Zu der Tat bekannte sich eine terroristische Splittergruppe, die die Freilassung eines ihrer Anführer verlangte. Gut zwei Monate später, Ende Mai, wurden die abgetrennten Köpfe der Mönche gefunden; die Körper blieben bis heute verschwunden. Bis heute ist unklar, ob die sieben Trappisten tatsächlich von ihren Entführern oder aber vom algerischen Militär und Geheimdienst getötet wurden.  französische Regisseur Xavier Beauvois griff die Ereignisse in seinem vielfach preisgekrönten Film "Von Menschen und Göttern" (2010) auf - und machte ihr Schicksal damit einem breiteren Publikum bekannt. Im Januar erkannte Papst Franziskus das Martyrium von insgesamt 19 Ordensleuten an, die zwischen 1994 und 1996 in Algerien ermordet wurden. Darunter sind die Trappisten von Tibhirine, der in die Luft gesprengte Dominikaner und Bischof von Oran, Pierre Claverie (1938-1996), sowie weitere Ordensmänner und -frauen, die für ihren Glauben starben.

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