Ein Orden braucht auch lustige Leut

In der Ausgabe (Nr. 12) vom 21. März 2019 porträtiert die Kirchenzeitung der Diözese Linz Sr. Agnes Rockenschaub von den Kreuzschwestern in Wels. Dort arbeitete sie am Klinikum Wels-Grieskirchen 20 Jahre lang als Krankenschwester, ehe sie Konventoberin und letztendlich Krankenhausseelsorgerin wurde. "Ich merke gleich, ob jemand ein Gespräch braucht", sagt die Ordensfrau im Interview.

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"Das Gramm Gold entdecken, das in jedem Menschen verborgen ist!" Krankenhausseelsorgerin Sr. Agnes Rockenschaub wird in der Kirchenzeitung porträtiert. (c) rsonnleitner

"Ein Orden braucht auch lustige Leut", sagte ihre Mutter, als Sr. Agnes bei den Kreuzsschwestern eintrat. Dieses Lustig-sein ist der Ordensfrau bis heute geblieben. Jeder sei zu etwas berufen, meint Schwester Agnes Rockenschaub. Sie lässt das Leben auf sich zukommen. So war es auch bei der Aufgabe als Oberin. Nach zwölf Jahren wollte Sr. Agnes eine neue. Sie ist nun Seelsorgerin.

Oft ist sie auch bei den Sterbenden auf der Palliativstation. „Ich spüre hinein und merke gleich, ob jemand ein Gespräch braucht.“ Dann erzählen Angehörige von Konflikten, die nicht bereinigt wurden und die angesichts einer chronischen Krankheit oder eines nahenden Todes neu aufbrechen. Kranke sprechen davon, dass sie bald sterben würden und nicht wüssten, wie sie mit ihrer Familie darüber sprechen sollen. Anfangs stockende Sätze werden oft zu einem sprudelnden Redefluss. Und Schwester Agnes hört zu. Sie bestärkt und macht Mut. Sie sagt: „Redet miteinander.“

Kraft schöpft Schwester Agnes Rockenschaub vor allem am Morgen. In der Meditation, im Gebet mit den anderen Ordensfrauen und im anschließenden Gottesdienst. Auch in der Natur, wenn alles blüht.

Den ganzen Artikel "Mit Humor und Gottvertrauen" in der Kirchenzeitung Nr. 12 (21. März 2019) lesen Sie hier 

[rsonnleitner]