Vöcklabrucker Franziskanerinnen ziehen sich aus Salzburg zurück

In fünf Jahren wird es die beliebten beiden Schulen der Franziskanerinnen von Vöcklabruck an der Schwarzstraße – die Volksschule und die Ausbildungsstätte für Kindergartenpädagogen – dort nicht mehr geben. Der Orden zieht sich aus Salzburg zurück und will die Schulen mit derzeit rund 700 Schülerinnen und Schülern einem anderen Träger übergeben. Damit endet eine lange Tradition, denn die früheren Schulschwestern aus Oberösterreich sind schon seit 1887 in Salzburg aktiv.

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Sr. Angelika Garstenauer, Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Foto:© Franziskanerinnen

Es fehlt der Nachwuchs und es fehlt das Geld, um die älteren Mitschwestern zu pflegen und die Altersversorgung zu gewährleisten. Damit begründen die Franziskanerinnen den Rückzug aus Salzburg. Die Ordensgemeinschaft hat einen Altersdurchschnitt der Schwestern von 77 Jahren. An den beiden Schulstandorten an der Salzburger Schwarzstraße wären jetzt Investitionen von rund 10 Millionen nötig geworden. Für den Orden ist das nicht mehr zu finanzieren, er muss Verwaltungs- und Schulstruktur ändern. Elternvertreter und Pädagogen wurden am 27. März 2019 über die Pläne des Ordens informiert. Ob der Orden die Schule an einem anderen Standort als kirchliche Einrichtung weiterführt, ist noch nicht geklärt. Das wird in der nächsten Zeit erarbeitet. 

[hwinkler]