Nicht zuhören damit gehört wurde, sondern um zu verstehen

Sr. Barbara Flad setzt sich im Videointerview mit dem #wach in seinen Dimensionen auseinander. Sie unterscheidet besonders zwischen hören und hören: Ihr geht es nicht darum, einfach nur zuzuhören, damit die Menschen schlicht das Gefühl haben gehört worden zu sein. Sie möchte wirklich verstehen, was ihr Gegenüber sagt, um nachzuvollziehen, warum er oder sie diese Weltsicht hat. Inspiriert hat sie damit wohl auch Matthias Strolz, der für eine TV-Produktion 2 Tage in ihrer Gemeinschaft mitlebte.

 

Sr. Barbara Flad über die verschiedenen Dimensionen des #wach (c) fkaineder, mschauer

Sr. Barbara, was bedeutet es für Sie wach zu sein?

Achtsam wahrnehmen, mich ansprechen lassen, den Anruf wahrnehmen der in der Situation für mich steckt. 

Welche Zusammenschlüsse machen Sie wach? 


Mit den Menschen im Gespräch sein, das muss gar keine Institution sein, sondern mit den Menschen die um mich herum sind. Und gut hören was diese Menschen mir sagen. Hören um verstehen zu wollen, also nicht nur einfach zuhören, damit gehört wurde, sondern hören, um zu verstehen was dieser andere Mensch sagt, was seine Sicht der Welt ist und zu verstehen, warum er vielleicht diese Weltsicht hat.

Welche Menschen erleben Sie als besonders wach?


Ich begegne immer wieder Menschen die wach sind, also gerade im sozialen Bereich oder im Krankenhausbereich gibt es glaube ich viele Menschen, die diese Achtsamkeit an den TAG legen.

Wo werden Sie wach?

In der Betrachtungszeit in der Früh, in der Meditationszeit

Das wache Ordensleben ins TV tragen

Für ein TV-Format sind Ex-Neos Politiker Matthias Strolz und Sr. Barbara aufeinandergetroffen. 2 Tage ist Strolz in ihre Gemeinschaft „eingezogen“ um sich mit ihr über Themen wie Leben, Tod, Sexualität, Zölibat und die Versäumnisse des Papstes zu unterhalten. Er stellt bewusst spitze und direkte Fragen: „Why the hell wird man Nonne?“ Und Sr. Barbara antwortet gelassen.

"In 'Strolz trifft Nonne' will ich erforschen, verstehen, begreifen. In einer Zeit, in der wir alle in unserer eigenen Blase leben, will ich diese Blasen aufstechen. Ich will, dass wir uns einander zeigen, in Reibung kommen, in Verbindung kommen", formuliert es der selbsternannte "Gärtner des Lebens" in seiner bekannt bildgewaltigen Sprache.“, erklärt Strolz in einem Interview zur Sendung.

Die Ausstrahlung können Sie am 4. Juni um 21:50 auf Puls 4 verfolgen.

 

[mschauer]