Neueröffnung Marienkron: Gesundheit beginnt im Darm

Mit neuem medizinischem, kulinarischem und architektonischem Konzept wartet das „Zentrum für Darm und Gesundheit“ der Zisterzienserinnen ganz in der Nähe des Neusiedlersees auf: „Dieser Fokus ist nicht nur in Österreich, sondern im gesamten deutschsprachigen Raum einzigartig“, so Elke Müller und Gunther Farnleitner, die das neue Kurhaus leiten. Am 14. Juni wurde das Kurhaus feierlich von den vier Ordenseigentümern (Abtei Marienkron, die elisabethinen graz, die elisabethinen linz-wien, Stift Heiligenkreuz) eröffnet. Die Segnung  erfolgte durch Abt Maximilian Heim vom Stift Heiligenkreuz sowie den burgenländischen Diözesanbischof Ägidius J. Zifkovics.

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Am Empfang des neugestalteten Eingangsbereichs (c) mschauer

Was Hildegard von Bingen, Pfarrer Kneipp und altgriechische Mediziner bereits wussten, wurde in Marienkron mit aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen gebündelt und findet sich in der neuen Schwerpunktsetzung des Hauses wieder: Gesundheit beginnt im Darm. 

Tief verwurzelt in der Region Seewinkel und spirituell geprägt vom angrenzenden Kloster Marienkron will die Eröffnung des Kurhauses innovativer Neubeginn auf traditionsreichem Fundament sein: „Seit einem halben Jahrhundert wird hier Kurgeschichte geschrieben. Nun ist die Zeit reif für eine Weiterentwicklung, mit der dieser ganz besondere Ort zur ersten Adresse rund um Darm und Gesundheit wird".

„Kurhaus“ neu gedacht

„Unser Anspruch war es, den etwas verstaubten Kurbegriff neu zu denken und durch ein zeitgemäßes Bild zu ersetzen“, beschreiben Elke Müller und Gunther Farnleitner den Weg der letzten Monate. Das zeige sich unter anderem im neuen Designkonzept, das von viel Licht und Naturelementen geprägt ist und durch Reduktion und Ruhe den Blick auf das Wesentliche ermögliche: die eigenen Gedanken und die Gesundheit von Körper, Geist und Seele.

Neu gedacht wurde in Marienkron auch das Kurkonzept, das die jahrzehntelange Erfahrung als Kurbetrieb mit den jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammenführe. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehe der Mensch als Ganzes mit seinen sich stark verändernden Lebensgewohnheiten: Immer schneller, rastloser, unregelmäßiger wird der Alltag, immer weniger Zeit bleibt für Pausen, Bewegung oder bewusste Ernährung. Diesen Rahmenbedingungen begegne Marienkron mit dem Ansatz, die Gesundheit und Resilienz von innen heraus (wieder) zu stärken. Das Leitmotiv „Gesundheit beginnt im Darm“ präge daher das neue Kurkonzept und stelle den Darm als hochsensibles – und oft unterschätztes – Organ in den Fokus.

Eine Kur in Marienkron basiert auf einem auf jeden Gast individuell abgestimmten Therapieprogramm, integrativ-medizinischer Begleitung und gesunder, genussvoller Ernährung. Auch die positive therapeutische Wirkung des Fastens hat hier bereits seit 50 Jahren Tradition. Nicht nur der reine Verzicht, sondern vor allem auch bewusster Genuss und ein neues Lebensgefühl – geprägt von Balance, Entschleunigung und Achtsamkeit – stehen dabei im Zentrum.

Zusammenarbeit mit Fasten-Experten

Für die Entwicklung des Kurkonzepts und die wissenschaftliche Begleitung arbeitet das Marienkron-Team mit Andreas Michalsen als Berater zusammen. Als Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für klinische Naturheilkunde der Charité-Universitätsmedizin Berlin gilt er europaweit als einer der führenden Mediziner zum Thema Fasten und Integrative Medizin. „Das Kurhaus Marienkron verbindet in einzigartiger Weise wissenschaftlich fundierte moderne Fasten- und Ernährungstherapie mit einer reichen Tradition und medizinischen Erfahrung. Durch ergänzende Fokussierung auf die Gesundheit des Darms ist das Kurhaus auch im internationalen Vergleich eine der führenden Einrichtungen“, so Michalsen.

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Ohne SIE, wäre vieles nicht so, wie es heute ist: Administratorin Sr. Ancilla Betting (c) mschauer

Über das Kurhaus Marienkron

Im Jahr 1969 in Mönchhof von Zisterzienserinnen der benachbarten und namensgebenden Abtei gegründet, machte sich das Kneipp-Kurhaus Marienkron rasch über die Grenzen des Seewinkels hinaus einen Namen. 2015 erhielt das Haus mit den Elisabethinen Graz und Linz-Wien sowie dem Stift Heiligenkreuz neue Ordenseigentümer. Im Mai 2019 eröffnete Marienkron nach einem kompletten Um- und Neubau mit dem neuen Schwerpunkt Darm und Gesundheit.

Unter der medizinischen Leitung von Ulrike Göschl reicht das therapeutische Spektrum im Rahmen eines integrativen medizinischen Ansatzes von Physiotherapie, Osteopathie, Diätologie und Ernährungsberatung bis hin zu Massagen, Wasseranwendungen und Wickeln sowie Meditation, Yoga und QiGong. Im benachbarten Kloster leben derzeit 14 Ordensfrauen unter der Leitung von Administratorin Ancilla Betting, deren spirituelle Seminare das Kurangebot ergänzen.

Mit einem 20 Hektar großen Naturpark, 8.700 m² barrierefreier Fläche im Kurhaus, 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einer Gästekapazität von 100 Personen zählt Marienkron zu den größten und modernsten Unternehmen der Region.  

 

[mschauer]