Vier Salesianer feiern 2020 ihr 60-jähriges Professjubiläum

Viele Salesianer Don Boscos legen am 15. August zu Maria Himmelfahrt ihre erste Profess ab. Sie versprechen damit, zuerst auf Zeit, dann auf ewig ihr Leben im Geist Don Boscos für junge Menschen einzusetzen und geloben Gehorsam, Armut und ehelose Keuschheit. 2020 feiern gleich vier Patres ihr 60-jähriges Professjubiläum.

 Salesianer Don Boscos 700 Kopie

Die 4 Jubliare: P. Rudolf Decker, P. Josef Bauernfeind, P. Johann Kiesling und P. Karl Heinz Salesny. (c) Don Bosco

P. Johann Kiesling SDB

„Es ist besser, das Fischen zu lehren als einen Fisch zu schenken“ - P. Kiesling verkündet nicht nur, sondern er lebt das Evangelium. Seit 38 Jahren verbreitet er in Afrika durch seine praktische Nächstenliebe Hoffnung dort, wo durch Armut, Krankheit, Bürgerkrieg und Verzweiflung herrschen.
Johann Kiesling wurde 1934 in Grafendorf bei Znaim geboren und wurde 1945 (Benes-Dekrete) aus der Tschechoslowakei ausgewiesen. Er fand in Wien Aufnahme und wurde in Stadlau mit den Salesianern Don Boscos bekannt. wuchs in der Don Bosco Pfarre Wien Stadlau auf. Nach entsprechender Vorbereitung trat er 1959 bei den Salesianern ein und legte 1960 die erste Profess ab. Nach seiner Priesterweihe 1966 arbeitete als Religionslehrer und als Erzieher in Landeck und Fulpmes. 1982 folgte er seiner Berufung als Missionar nach Afrika.

Er arbeitete nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. So machte er sich stark für ein Brunnenprojekt, bei dem die Bewohner des Landes mithalfen und nach und nach die Leitung übernahmen. Mit dem sauberen Wasser konnten Seuchen wie Cholera ausgerottet werden.

Pater Kiesling engagierte sich außerdem in der Leprahilfe. In diesen Projekten wird er einerseits vom Leprafonds seines Mitbruders Pater Karl Heinz Salesny SDB unterstützt, andererseits pflegte er eine besondere Beziehung zu seiner „Heimatpfarre“ Stadlau und zu seinen ehemaligen Schülern Landeck und Fulpmes in Tirol.

Für die Hilfe aus Österreich ist der Missionar sehr dankbar. Er meint aber auch, dass diese Hilfe ein „Akt der Gerechtigkeit“ ist: „Der Reichtum Europas ist auf der Armut dieser Menschen in Afrika aufgebaut.“

P. Josef Bauernfeind SDB

Ein treuer Gedichteschreiber zu jedem Anlass

Josef Bauernfeind wurde 1933 in St. Nikola/Donau geboren. Mehrmals übersiedelte die Familie im Raum Oberösterreich. Nach der Pflichtschule begann er die Lehre zum Bäckergesellen. Durch die Katholische Jugend wurde seine Religiosität gefördert, sodass in ihm der Wunsch entstand, Priester zu werden. Dazu besuchte er die Aufbaumittelschule in Unterwaltersdorf und lernte so die Salesianern Don Boscos kennen und trat 1960 in den Orden der Salesianer Don Boscos ein. Nach seiner Priesterweihe 1968 wirkte Pater Bauernfeind als Erzieher in Linz und Klagenfurt, und als Kaplan in Wien Inzersdorf. Mehr als 20 Jahre war er mit großer Freude Seelsorger im Krankenhaus der Herz-Jesu-Schwestern in Wien 3.

Pater Bauernfeind war aber auch eine starke und fleißige Stütze im Büroalltag des Provinzialats der Salesianer in Wien Hietzing. Seine Mitbrüder und Freundinnen und Freunde erfreut er bei vielen Gelegenheiten immer wieder mit selbst gereimten Gedichten. Mit seinem heurigen 60-jährigen Professjubiläum siedelt Pater Josef Bauernfeind in die Seniorengemeinschaft nach Amstetten.

P. Rudolf Decker SDB

Wie Don Bosco immer an der Seite der sozial schwachen jungen Menschen

Der 1939 in Hürth (Oststeiermark) geborene Rudolf Decker kam als Schüler in das Don Bosco Aufbau-Gymnasium Unterwaltersdorf. 1960 legte er die erste Profess ab. Er studierte an der Ordenshochschule der Salesianer in Benediktbeuern/Bayern Theologie und Pädagogik. Die Priesterweihe empfing er 1969. Der Salesianer arbeitete in den Lehrlingsheimen in Linz, Klagenfurter und Graz, weiters als Kaplan in Amstetten, Wien Neu-Erlaa und Inzersdorf, sowie in der Betriebsseelsorge in Linz und Kapfenberg. Von 1993 - 2004 war er im Ferienhaus Schottwien beliebter „Herbergsvater“.

Pater Decker sieht sich immer an der Seite der sozial Schwachen und vertritt die Rechte von benachteiligten Jugendlichen. Mit viel Engagement setzte er sich daher auch für die jugendlichen Asylwerber in der Wohngemeinschaft Abraham des Don Bosco Sozialwerks in Wien Inzersdorf ein. Seit 2019 lebt Pater Rudolf Decker in der Seniorengemeinschaft in Amstetten.

P. Karl Heinz Salesny SDB

Mit ganzem Herzen engagiert in der Leprahilfe

Karl Heinz Salesny wurde 1940 in Jedenspeigen/Niederösterreich geboren. Mit 15 Jahren kam er zu Don Bosco und den Salesianern nach Unterwaltersdorf. Seine erste Profess legte er 1960 ab. Die Priesterweihe empfing er 1968 in Wien. Dort führte er seine akademische Ausbildung weiter und schloss sie 1972 mit der Promotion (Kirchengeschichte) ab.

Stationen seines pastoralen Wirkens waren: Leiter des Hochschülerheimes in Wien 3, Erzieher und Lehrer in Unterwaltersdorf, Pfarrseelsorge in Wien, Amstetten, Zwölfaxing, Leithaprodersdorf und Wien Unter St. Veit (2006-2015). Er leitete das Studentenheim Salesianum in Wien (1971 - 1978) und das Bildungshaus der Salesianer in Schloss Johnsdorf in der Steiermark (1978-1981). Von 2006 bis 2015 war er in Wien Unter St. Veit als Pfarrer tätig.

Pater Salesny engagiert sich nach wie vor mit großer Freude für den Leprafonds. Mit Spendengeldern unterstützt er Leprastationen in der Demokratischen Republik Kongo und auf Madagaskar. Der Salesianer ist ein großer Verehrer des Schutzpatrons der Leprakranken, Pater Damian de Veuster, der 2009 heiliggesprochen wurde. Außerdem ist es Pater Salesny ein Herzensanliegen, die Schriften des verstorbenen Bischofs von Aachen, Klaus Hemmerle, mit dem er mehrere Jahre gut befreundet war, vielen Menschen zugänglich zu machen.

Die Salesianer Don Boscos: Damit das Leben junger Menschen gelingt

Die Salesianer Don Boscos setzen sich zusammen mit ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit an sozialen und humanitären Brennpunkten dafür ein, dass junge Menschen die Chance auf eine gute Zukunft bekommen. Ob sie behinderten und sozial benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung ermöglichen oder junge Flüchtlinge auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft begleiten, ob sie ihnen in Wohnheimen ein Zuhause geben oder in Jugendbildungsstätten mit ihnen über den Glauben und ihre Zukunft sprechen: Sie sind da zur Stelle, wo besondere Hilfe benötigt wird. Sie setzen sich dafür ein, dass das Leben junger Menschen gelingt.

 In 132 Ländern der Welt …
Als zweitgrößte Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche zählen die Salesianer Don Boscos heute 14.500 Mitglieder in 132 Ländern der Welt.

… und in Österreich
Die Salesianer betreuen in Österreich Kindergärten und Schulen, leiten Pfarren und Jugendzentren, führen Wohnheime für Studentinnen und Studenten, für Schülerinnen und Schüler und laden in der Salesianischen Jugendbewegung zu zahlreichen Freizeitaktivitäten und religiösen Angeboten ein. Besonders fördern sie entsprechend ihrem Auftrag die soziale Jugendarbeit und motivieren junge Menschen, sich als Freiwillige im In- und Ausland zu für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu engagieren. Ein junges Beispiel ist die Aktion „Don Bosco für Flüchtlinge“ mit Deutschkursen für syrische Asylwerberinnen und –werber.

Rückfragen an: 
Mag. Katharina Dietler
Tel.: +43 1 878 39 522
Mobil: +43 676 8772 77 55
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[elisabeth mayr]