Das waren die Herbsttagungen 2020

Vom 23. bis zum 26. November 2020 fanden die Herbsttagungen der Ordensgemeinschaften Österreich heuer erstmals digitale statt. Gestreamt wurde zwar vom Kardinal König Haus in Wien, die ReferentInnen und ZuschauerInnen waren aber via Zoom zugeschaltet. Der Ordenstag als größte jährliche Zusammenkunft von Ordensleuten fiel heuer zum ersten Mal aus, auch die Generalversammlung wird im kommenden Februar nachgeholt.

 

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Im Folgenden finden Sie hier eine Zusammenfassung der enstandenen Texte der abgehaltenen Veranstaltungen: Ordenstag Young, Schultag, Missionstag, Kulturtag und Tag der Gesundheit

 

Montag 23. November

Ordenstag Young

Den Auftakt der Herbsttagungen der Österreichischen Ordensgemeinschaften unter dem Thema „#gemeinsam weiter“ machte der Ordenstag Young am 23.11.2020 - dieses Jahr als Videokonferenz und mit digitaler Begehung von St. Michael in München.

Ordenstag Young

Lisa Huber und P. Alois Köberl vom Stift Melk waren die Hosts beim Ordenstag Young. (c) Steinringer

Aus dem Kardinal König Haus begrüßten die Gastgeber P. Alois Köberl OSB aus dem Stift Melk und Lisa Huber, Leiterin des Quo vadis? viele junge österreichische Ordensleute von Berlin bis Tirol. Der Philosoph und Theologe Cedric Büchner gab Einblick in das theologische Programm der Jesuitenkirche St. Michael in München (360 Grad Panorama). 

Barbara Wölfl von den Missionarinnen Christi gab mit Fotos Einblicke in das Gemeinschaftsleben der Ordensfrauengemeinschaft im 23. Wiener Gemeindebezirk. P. Alois Köberl OSB und P. Ludwig Wenzl OSB gaben mit einem Video Einblick in die Benedictuskapelle im Stiftsgymnasium Melk und den Raum „Treffpunkt“, der im Stiftsleben viele Menschen zusammenbringt. 

Wer nach den zwei intensiven Stunden des Austausches und Gebets noch Muße hatte, konnte gemeinsam mit den anderen TeilnehmerInnen via Videokonferenz noch Agape halten.

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Mittwoch 25. November

Schultag: #gemeinsam weiter

Rund um das Thema „#gemeinsam weiter: Partizipation als Bereicherung des Lebens in Gesellschaft, Kirche und Schule“ waren alle Referate und die virtuelle Podiumsdiskussion am heurigen Schultag aufgebaut. Zusammengefasst unterstrichen alle Referentinnen das Motto: „(If) It’s about them, don’t do it without them!” 

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Durch die Onlinetagung führten der Leiter des Bereichs Bildung und Ordensschulen, Clemens Paulovics und die Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz, Sr. Christine Rod.  (c) Schauer

Der erste Vortrag des Tages kam von Anna Hennersperger, Theologin und erste Frau an der Spitze des Seelsorgeamts der Diözese Gurk-Klagenfurt und trug den provokanten Titel „Kirche und Partizipation - Quadratur des Kreises?“ 


Tamara Ehs ist Politikwissenschafterin und Demokratieberaterin für Städte und Gemeinden und referierte im Anschluss zum Thema „Partizipation und Selbstverantwortung- Wie kann eine neue Kultur des Miteinanders im Großen (Staat) wie im Kleinen (Schule) gelingen?“.

Rebekka Dober, Co-Founderin und CEO des Social Startups “YEP-Stimme der Jugend”geht es um partizipative Prozesse, um die Perspektiven von jungen Menschen einzubringen. Ihr größtes Anliegen und Motto lautet: „It’s about them, don’t do it without them!” Man sollte nicht nur über junge Menschen reden, sondern mit ihnen, denn Schüler*Innen seien selbst sind die größten Expertinnen zum Thema Schule, da sie sie täglich erleben. Dasselbe gelte für die Themen Zukunft und Nachhaltigkeit, denn es sei ihre Zukunft und ihre künftige Welt.

Knapp 200 VerantwortungsträgerInnen aus katholischen Bildungseinrichtungen hatten sich zu diesem Webinar-Format zugeschaltet. Der Schultag wurde erstmals auch über Facebook live gestreamt und ist dort auf der Seite der „Ordensschulen Österreichs“ abrufbar.

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Facebook-Seite der Ordensschulen

 

Mittwoch 25. November

Missionstag: Werte für das Zusammenleben


Am Missionstag bei den Herbsttagungen der Österreichischen Ordensgemeinschaften diskutierten Missionsverantwortliche der Orden und Interessierte am Thema Weltkirche über das Zusammenleben in Zeiten von Corona und den interreligiösen Dialog. Lisa Huber begrüßte gemeinsam mit P. Franz Pilz SVD die rund 30 TeilnehmerInnen per Video.

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Austausch, Begegnung und Information - das war der Missionstag bei den #einfach anderen Herbsttagungen der Österreichischen Ordensgemeinschaften. (c) Gsellmann


Sigrid Müller, Professorin für Moraltheologie an der Universität Wien, gab den thematischen Input zur Tagung, den sie in zwei Impulse aufteilte: einen Impuls zur Corona-Pandemie und einen zum interreligiösen Dialog. „Der Sintflut Corona – und was wir daraus lernen können“.

P. Franz Pilz erzählte in der anschließenden Diskussion von einem Projekt auf den Philippinen, wo Ordensangehörige mit Muslime in einem ökologischen Projekt zusammenleben. Auch der Terroranschlag in Wien war Thema und wie hier in Österreich der interreligiöse Dialog geführt werde.  Im Vordergrund stand die Frage, was die Kirche nach Corona anders machen könne, welche Weichen zur Veränderung also jetzt gelegt werden können.

Katrin Morales von der Jesuitenmission berichtete nach einer kleinen Pause über die Weltkirche-Tagung, die als Webinar abgehalten wurde, zum Thema „Globale Krise – Globale Kirche“. Anja Appel, Leiterin der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz, erzählte von den Verbesserungen im eigenen Statut und vom Missionsrat, der von der Bischofskonferenz zum Zweck der Vernetzung eingerichtet wurde. 

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Quo vadis? 

 

Mittwoch 25. November

Kulturtag: Mit christlichen Kulturgütern leben und wirken


„Alles online“ hieß es im Jahr 2020 auch für den Kulturtag, der Corona-bedingt in den virtuellen Raum verlegt worden war. Rund 60 TeilnehmerInnen aus den verschiedensten kulturellen Bereichen der Orden haben sich zugeschaltet, um die Vorträge zum Thema "Mit christlichen Kulturgütern leben und wirken" zu hören. 

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Die beiden Gastgeberinnen Karin Mayer und Irene Kubiska-Scharl vom Bereich Kultur und Dokumentation. (c) Mayr


Erzabt Korbinian Birnbacher, Erzabt von St. Peter und Vorsitzender der Österreichischen Ordenskonferenz eröffnete den Kulturtag zum Thema „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft -  vom klösterlichen Leben und seinen heutigen Herausforderungen“. Ausgehend von der Frage, warum Menschen viel über das Gestern eines Klosters wissen, wenig aber über das Heute, rief er zu mehr "Mut und Aufrichtigkeit" auf um einen guten Weg in die Zukunft zu finden. 

Die südtiroler Tertiarschwester Sr. Anna Elisabeth Rifeser referierte zum Potential der Frömmigkeit am Beispiel der Geschichte ihres Ordens und der Gründerin Maria Hueber. Sie hat ihren Vortrag vorweg auf Video aufgezeichnet, der den TeilnehmerInnen eingespielt wurde. Dieser Vortrag ist noch bis Sonntag, 29. November 2020, auf YouTube frei abrufbar. 

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Das Video zum Nachschauen auf YouTube

 

Donnerstag 26. November

Tag der Gesundheit und Pflege: Unverzichtbarer Partner in der Coronabewältigung


Die Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der 23 gemeinnützigen Ordensspitäler Österreichs bildete den Abschluss der diesjährigen Herbsttagungen der Österreichischen Ordensgemeinschaften.

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Direktor Adolf Inzinger ist seit 2019 Vorsitzender des Koordinationskomitees der ARGE der Ordensspitäler Österreichs. (c) Gsellmann

Erzabt Korbinian Birnbacher begrüßte in der Videokonferenz aus der Erzabtei St. Peter in Salzburg die rund 30 versammelten leitenden Ordensleute und Geschäftsführer der Ordensspitäler in Österreich. Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer war erster Impulsgeber dieser Tagung. Für ihn sind die steirischen Ordenskrankenhäuser selbstverständlich Teil des Gesundheitssystems, die er persönlich auch über viele Beziehungen wertschätze.

Direktor Adolf Inzinger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreich berichtete von den Aktivitäten des neun-köpfigen Koordinierungskomitees im Jahr 2020.

Medien- und Strategieberater Jürgen Beilein eröffnete den Diskussionsteil der Tagung mit einer Analyse des Auftritts der Ordensspitäler in der Öffentlichkeit. PatientInnen seien dabei die ersten Botschafter, die vor allem die Werte, für die Ordensspitäler stehen, nach außen transportieren. In der abschließenden Diskussion wurde mehrmals die Forderung unterstrichen, den beherzten Einsatz der MitarbeiterInnen in den Ordensspitälern – besonders während der Coronakrise – vor den medialen Vorhang zu holen.

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[magdalena schauer-burkart]