Frauenorden-Weltdachverband UISG begrüßt Papst-Erlass zu Frauen in der Liturgie

Mit dem Erlass "Spiritus Domini" öffnete Papst Franziskus offiziell den Lektorendienst auch für Frauen. Mit dieser Änderung des Kirchenrechts bestätigte er die weltweit schon lange bestehende Praxis, dass Frauen das Amt einer Lektorin und Kommunionhelferin bzw. Messdienerin ausüben. Diese Entscheidung wurde von der Internationalen Vereinigung von Generaloberinnen (UISG) am 12. Jänner 2021 in einer Stellungnehme begrüßt.

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Die Internationale Vereinigung von Generaloberinnen (UISG) vertritt rund 600.000 Ordensfrauen in 80 Ländern. (c) UISG

In einer Stellungnahme dankte die UISG, die als Organisation der obersten Leiterinnen katholischer Ordensinstitute rund 600.000 Ordensfrauen in 80 Ländern vertritt, Papst Franziskus für seine Worte und betonte, der Erlass "Spiritus Domini" anerkenne den Einsatz "so vieler Frauen, die sich um den Dienst am Wort und am Altar gekümmert haben und weiterhin kümmern". Zugleich sei dies ein wichtiges Zeichen für die Dynamik der Kirche.

Weltweit würden Ordensfrauen, entsprechend den Leitlinien des jeweiligen Ortsbischofs, bereits in den verschiedensten seelsorglichen Diensten wirken. Indem nun auch weibliche Laien offiziell zu liturgischen Diensten beauftragt würden, könne deutlicher werden, dass Kleriker und Laien "füreinander beauftragt" seien - und nicht jemand nur für sich ordiniert. Dies mache "das evangeliumsgemäße Zeugnis der Gemeinschaft" glaubwürdiger.

"Der Erlass von Papst Franziskus wird als bestärkend erlebt, ist aber schon längst sehr gute Praxis", fügt Sr. Christine Rod, Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz, hinzu.

Quelle: Ordensoberinnen begrüßen Papst-Erlass zu Frauen in der Liturgie - Vatican News

[robert sonnleitner]