Fremde Ordensleute

2013 06 28 bibelgesellschaft photo TEASERIm Quo Vadis steht im Ferienmonat Juli das Fremdsein am Programm. Ordensleute aus anderen Kulturen erzählen über ihr Fremdsein in Österreich, und Ordensleute, die lange Zeit in anderen Ländern verbracht haben, berichten von ihren Erfahrungen dort.

Der Monat Juli ist eine klassische Reisezeit: man macht sich auf in neue Gefilde, lernt andere Länder und Gebräuche kennen, sucht vielleicht sogar das Fremde und Exotische - und kehrt erfüllt mit neuen Eindrücken zurück in die gewohnte Lebenswelt. Aber nicht jeder ist freiwillig auf Reisen. Nicht immer ist das Fremde exotisch und verlockend. Dass Fremdsein zum Schicksal werden kann und Fremde zu oft als Eindringlinge definiert werden, thematisiert die Ausstellung „Gott hat den Fremdling lieb“. Das „Quo vadis?“ nimmt die Ausstellung zum Anlass, Einblick zu geben, wie Ordensleute aus anderen Kulturen und Nationen ihr Fremdsein – oder besser ihre Aufnahme in Österreich erleben, oder wie MissionarInnen ihren Einsatz „in der Fremde“ erlebt haben.

Gott hat den Fremdling lieb

Gott hat den Fremdling lieb – so heißt eine Wanderausstellung der österreichischen Bibelgesellschaft, die biblische Herausforderungen zum Umgang mit Fremden zeigt. Die Schicksale „prominenter“ Fremder in der Bibel von Abraham und Sara über Josef, Mose und Rut bis zu Jesus und den ersten Christen werden in einem ersten Teil der Ausstellung nachgezeichnet. Bleibend aktuelle biblische Gebote zum Schutz der Fremden bilden einen zweiten Teil der Ausstellung. Im dritten Teil wird das biblische Konzept der Gastfreundschaft entfaltet. Die Ausstellung ist zweisprachig (deutsch-englisch) gestaltet, der Eintritt ist frei. Zu sehen ist sie im Quo Vadis am Stephansplatz 6 von 1. bis 11. Juli 2013.

Ordensfrauen von anderswo werden die Atempausen in der ersten Julihälfte im Quo Vadis gestalten, jeweils um 12 Uhr zu Mittag. Das gemeinsame Mittagsgebet gestaltet am Donnerstag, 4.7. Sr. Joanna Jimin Lee MC aus Korea, am Montag, 8.7. Sr. Klara Hahnova SSCJ aus Tschechien und am Dienstag, 9.7. Sr. Hilda Correia SRA aus Indien.

Weitere Programmpunkte im Juli sind:

Mittwoch, 3.7., 19 Uhr
„Jesus und die Ausländerin – eine provozierende Begegnung“. Ein Bibliolog zu Mk 7,24-30
Jesus stand wie damals die meisten Juden in der Spannung zwischen Abgrenzung gegenüber Ausländern, von denen das kleine Land umgeben und auf Schritt und Tritt begleitet waren, und der Offenheit gegenüber allen Menschen, die für Gott offen waren. Im  Bibliolog werden wir diesem angespannten Verhältnis nachgehen und Ähnlichkeiten zu unserem eigenen Umgang mit Fremden aufspüren. Leitung: P. Hans Hütter CSSR
Anmeldung erbeten bis 1.7.!

Mittwoch, 10.7., 19 Uhr
„Fremdling war ich – und ihr habt mich aufgenommen.“ (Mt 25,35c / F. Stier)
Offener Gesprächsabend für alle Interessierten: In- und ausländische Ordensleute und MissionarInnen (auf Zeit) erzählen von ihren Fremd-/Fremden-Erfahrungen. Gäste: Sr. Maria Petra Schüttenkopf SSps (ehemalige Missionarin in Ghana, Mitarbeiterin bei der SOLWODI), Mag. Lukas Korosec (Referent für Mission und Soziales bei den Salvatorianern, ehemaliger MaZ), Sr. M. Klara Hahnova SSCJ (Pastoralhelferin und Religionslehrerin aus Tschechien, seit 21 Jahren in Österreich), P. Bernard Senécal SJ (Professor für Buddhismus an der Sogang University in Seoul, über 20 Jahre in Korea).

Das Zentrum „Quo Vadis“ ist auch in den Sommermonaten als Begegnungsinsel in der Stadt geöffnet, und zwar jeweils wochentags von 12 bis 17 Uhr, am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr.

Quelle Foto: Österreichische Bibelgesellschaft
Quelle Text: Quo Vadis

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