Friedensradfahrt für Jugend Eine Welt

2013 08 30 Friedensradfahrt 1094810 4863433838407 1546053053 n TEASERDie Sehnsucht nach Frieden ist so groß wie die Entfernung davon. Doch wie erreicht man Frieden? 15 Personen verschiedener Altersstufen versuchen es mit Radfahren. Ihre dritte Friedensfahrt führt sie nach Turin, wo Don Bosco gelebt und gewirkt hat.

Jerusalem, Sarajewo, Turin: Die Fahrziele der Radlergruppe aus Wien sind ambitioniert. Dabei handelt es sich nicht um eine hochtrainierte SportlerInnengruppe, sondern um zusammengewürftelte Menschen guten Willens, die sich mit ihrer Körperkraft für Frieden einsetzen wollen. „Viel mehr als die grandiose Kondition motiviert uns die Begeisterung für die Idee dahinter!“, erklärt der ehemalige Mödlinger Steuerberater Dieter Zumpfe, der mit fast 73 Jahren bereits zum dritten Mal an der Friedensradfahrt teilnimmt. Er selbst hat aus der Zeitung von der Initiative erfahren und sich sofort angeschlossen. Der mittlerweile verstorbene ORF-Journalist Werner Ertel war der Motor hinter der ersten Friedensradfahrt 2009 nach Jerusalem.

Körpereinsatz gegen Krieg

1.140 Kilometer legen die FriedensradlerInnen in 14 Tagen zurück. Dabei müssen sie auch über die Alpen fahren. Das Wetter hat in den ersten Tagen gar nicht freundlich mitgespielt. Nach der Abfahrt in Wien am 24. August 2013 hat es tagelang immer wieder geregnet, teilweise schwächer, dann wieder stärker. Trotzdem legt die Gruppe die geplanten 70 bis 100 Kilometer täglich zurück. „Gute Ausrüstung ist natürlich ganz wichtig“, gesteht Dr. Zumpfe ein. Ohne die wäre das große Vorhaben nicht zu bewältigen. Ein Begleitauto transportiert das Gepäck, so steht auch trockene Kleidung zur Verfügung, wenn nötig. Die Stimmung in der Gruppe ist gut. Ältere Menschen, junge Menschen, allen ist Frieden ein Anliegen und ein Grund, mit dem Rad nach Turin aufzubrechen.

Frieden für Syrien

„Wenn man skeptisch ist, wird nie etwas passieren“, meint Dieter Zumpfe. „Letztlich wird der Frieden von unten kommen. Irgendwann werden sich die Menschen Krieg nicht mehr gefallen lassen!“ Für diese Vision setzt er gemeinsam mit den anderen Friedensradlern ein Zeichen. Das erste Mal gibt es heuer eine Kooperation mit der Don-Bosco-Aktion Jugend Eine Welt. Für jeden gefahrenen Kilometer können Sie spenden, die Einnahmen kommen einem Flüchtlingsprojekt in Syrien zugute. Onlinespenden hier, Kontodaten hier in der rechten Spalte.

Die Klosterkatze ist ein Stück im Körbchen mitgefahren.

Die Reiseseite der Initiative ist www.friedensradfahrt.eu
Auch auf Facebook kann man die Radtour verfolgen.

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Foto: Friedensradfahrt 2013 Wien-Turin, Dieter Zumpfe

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