Ordensspitäler helfen still und unspektakulär

stjosef"Bei uns werden alle Patientinnen und Patienten behandelt. Für jene Patientinnen und Patienten, die keinen Versicherungsschutz haben, übernimmt der Sozialfonds der Salvatorianerinnen die anfallenden Kosten." Das geht aus der Stellungnahme des St. Josef Spitals in Wien zum Fall der Totgeburt einer in fünften Monat schwangeren Irakerin hervor.

 "Mit dieser Unterstützung durch den Sozialfonds der Salvatorianerinnen konnten wir in den vergangenen Jahren die Behandlung aller Menschen sicherstellen, die zu uns gekommen sind. Wir bedauern, dass die Patientin unser Krankenhaus verlassen hat und unsere Hilfe somit nicht in Anspruch nehmen konnte. Unser Sozialfonds hätte - wie in allen anderen Fällen - auch in diesem Fall die Behandlungskosten getragen."

Das konkrete Vorgehen wird so geschildert

"Die Patientin kam gemeinsam mit einer befreundeten Dolmetscherin in die Aufnahmekanzlei des St. Josef-Krankenhauses und erkundigte sich nach den Kosten der Behandlung. Wir beantworteten die Frage, wiesen aber darauf hin, dass die Kosten vom Sozialfonds der Salvatorianerinnen übernommen werden können. Dafür ist nur ein formloser Antrag nötig, der für die Patientin gestellt werden kann. Es hat, auf Anfrage des AKH, bereits eine Aufnahmezusage unserer diensthabenden Oberärztin der Gynäkologie gegeben. Bevor die zuständige Ärztin von der Aufnahmestelle hinzugezogen werden konnte, hat die Patientin mit ihrer Dolmetscherin erklärt, dass sie lieber ein anderes Krankenhaus aufsuchen wollen und haben das St. Josef-Krankenhaus überstürzt verlassen."

Diese oft stillen und unspektakulären Hilfestellungen werden in Ordensspitälern gewährt.

[fk]