Franziskanisch inspirierte Frauen

2013 10 15 Franz Frauengestalten csm symposium innen 2357180c28 TEASERDie Franziskanerprovinz Austria und die Theologische Fakultät in Graz haben von 11. bis 12. Oktober 2013 zu einem Symposium über franziskanisch inspirierte Frauen zwischen Gebet, Reform und sozialem Dienst eingeladen. Etwa 100 Interessierte aus Österreich und Deutschland sind der Einladung gefolgt.

Männer haben das Symposium entscheidend mitorganisiert, Siegfried Kager vom Dekanat der Theologischen Fakultät in Graz und die Franziskanerpatres Paul Zahner und Willibald Hopfgartner. Es haben auch Männer teilgenommen, was bei dem Thema „Franziskanisch inspirierte Frauen in den Umbrüchen ihrer Zeit“ nicht selbstverständlich ist. Eine der Hauptorganisatorinnen war die Grazer Kirchenhistorikerin Michaela Sohn-Kronthaler. Natürlich hat auch eine große Zahl von Ordensfrauen an der Tagung teilgenommen, darunter sehr viele franziskanisch inspirierte Frauen. „Franziskanische Frauengemeinschaften sind extrem wichtig, aber meistens zu wenig beachtet, selbst von uns Ordensbrüdern“, nennt Br. Dr. Paul Zahner einen Grund, warum man sich für dieses Thema entschieden hatte. Von den etwa 100 Teilnehmenden insgesamt war etwa die Hälfte aus Graz und der Steiermark, die andere Hälfte aus den anderen österreichischen Bundesländern oder aus Deutschland.

Vesper mit dem franziskanischen Weihbischof Franz

Seit 2009 organisieren die Franziskaner in Graz jährlich eine Tagung, Themen bisher waren zum Beispiel Ökologie (2012) und Friede (2011). Jedes zweite Jahr gibt es eine Kooperation mit der Theologischen Fakultät in Graz, wodurch das Symposium einen noch größeren Rahmen erhält. Im Jahr 2010 stand die heilige Klara im Mittelpunkt der Konferenz. Deshalb wurde ihr heuer kein breiter Raum mehr gewidmet, wenngleich sie die erste der franziskanisch inspirierten Frauen war. Mehr Platz erhielt Elisabeth von Thüringen, die in engem Kontakt zu den Franziskanern von Eisenach stand. Ihr war die Vesper am Freitag gewidmet, an der auch Weihbischof Franz Lackner teilnahm, der selbst Franziskaner ist.

Stilles Gebet? Krankendienst? Schulbildung? …

Wie lebten europäische Frauen im 12. und 13. Jahrhundert? Und was war neu an der Lebensform der Klara von Assisi, oder auch der Elisabeth von Thüringen? Die Ursprünge des franziskanischen Lebens nahm das Symposium ebenso in Blick wie Gründerinnengestalten (Kreuzschwestern) und deren Lebensthemen sowie die Vielfalt der Ordenscharismen, die bis heute wirken. Strenge Kontemplation hat ebenso ihren Platz wie Krankenpflege und Schulbildung. Daher lautete der Übertitel der Veranstaltung auch „Zwischen Gebet, Reform und sozialem Dienst“. „WIE vielfältig das Wirken der franziskanischen Ordensfrauen ist, ist mir durch das Symposium viel bewusster geworden“, resümiert Br. Paul Zahner.

Quelle Bild: www.franziskaner-graz.at

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