Redemptoristenorden ruft zu Solidarität mit der Ukraine auf

2013 12 11 ukraineBischöfe, Patres und Schwestern des Ordens sind an den Großprotesten beteiligt.

Die Redemptoristen in Österreich haben zu Gebet und Solidarität mit dem ukrainischen Volk aufgerufen. Die Bemühungen eines friedlichen Protestes, der ein "Ringen für bessere Zukunft" darstelle, mögen "dem Land und damit auch dem gemeinsamen Europa dienen", hieß es am 11.12.2013 in einer Aussendung des Ordens, dessen ukrainische Provinz mit Hauptsitz in Lemberg der mit Rom unierten griechisch-katholischen Kirche angehört. Die derzeitige politische Situation wird als "sehr ernst" eingestuft.

Die Ordensmitglieder in der Ukraine sind an den Protesten gegen die Regierung in Kiew und anderen Städten ebenso beteiligt wie Mitglieder des weiblichen Zweigs des Ordens - der Missionsschwestern vom Göttlichen Erlöser - sowie zahlreicher weiterer Ordensgemeinschaften und Gläubige der ukrainischen katholischen Kirche, geht aus der Mitteilung hervor. Viele würden in Zelten im Zentrum der Stadt übernachten.

Auch Bischöfe würden sich an den Protesten beteiligen: So sei etwa in der Nacht von 10. auf 11.12.2013 der Sekretär der Bischofssynode der griechisch-katholischen Kirche, Bohdan Dzyurakh - selbst ein Redemptorist -, auf den Kiewer Maidan-Platz gekommen, neben drei anderen Bischöfen sowie zahlreichen Priestern, Seminaristen und Ordensschwestern. Nach einem kurzem Gebet auf dem Podium in einer provisorischen Zeltkapelle habe man einen gemeinsamen Gottesdienst gefeiert, wie dies täglich geschehe.

Hervorgehoben wurde, dass im Orden bereits seit Jahrzehnten eine Partnerschaft zwischen Österreich und der Ukraine bestehe, weshalb auch der ukrainische Priesternachwuchs der Redemptoristen seit 16 Jahren in Innsbruck studiert. Die aus Oberösterreich stammende Generaloberin der Missionsschwestern, Sr. Margret Obereder, war zudem von 2001 bis Sommer 2013 in der Ukraine tätig, zunächst als Noviziatsleiterin, dann als Regionaloberin.

Die Redemptoristen-Provinz Lemberg-Ukraine zählt derzeit laut Ordensangaben knapp 110 Mitglieder, bei einem Durchschnittsalter von 30 Jahren. Mehrere Bischöfe der ukrainischen Kirche kommen aus den Reihen des Ordens.

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Bildquelle: www.redemptoristen.com

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