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Europas Kirche muss bescheidener werden

Die Kirche in Europa wie auch weltweit muss "missionarischer" werden - was ein Sich-Zurücknehmen und verstärktes Hinhören auf Probleme der Menschen miteinschließt: Das hat der Generalsuperior der Steyler Missionare, P. Paulus Budi Kleden (53), am Mittwoch in einem Wiener Pressegespräch anlässlich des am Dienstag begonnenen "Außerordentlichen Monats der Weltmission" hervorgehoben. Virulent werde dies auch bei der am Sonntag beginnenden Amazonien-Synode, die Antworten auf "drei brennende Fragen geben müsse: Die nach dem Umgang mit ethnischen Minderheiten, deren Lebensraum und der Umwelt, nach dem Erbe des Kolonialismus und nach den kirchlichen Diensten." 

Mission ist etwas Wesentliches und Heikles zugleich

Der Steyler Missionar und ehemalige Generalsekretär der Superiorenkonferenz, P. Franz Helm, gab der Kathpress ein Interview rund um die Mission. Er sieht sie als prophetischen Dialog, der den Austausch und die ganzheitliche Sorge um den Menschen in die Mitte stellt. Das Verb „missionieren“ hingegen hat er aus seinem Wortschatz gestrichen. Man würde damit einen Vorgang verbinden, bei dem scheinbar nur eine Seite aktiv handle, Mission sei aber immer ein Dialog. Frauen sieht er als erste Glaubensboten, da Glaubensvermittlung oft in der Familie geschieht.

Papst lobt Ordensfrauen als Avantgarde kirchlichen Engagements gegen Menschenhandel

Am gestrigen Donnerstag sprach der Papst vor Mitgliedern des internationalen Netzwerks "Talitha kum"- Ordensfrauen gegen Menschenhandel und lobte sie für ihren Einsatz an vorderster Front. Außerdem forderte er Gemeinschaften von Männern auf, sich diesem Einsatz anzuschließen. Jenen, die mit dem Hinweis auf interne Probleme zögerten, sollten sie "vom Papst ausrichten: Innere Probleme lösen sich, wenn man auf die Straße hinausgeht, dann kommt frische Luft herein". Videotipp: "It needs a woman with a strong heart"

Franziskaner P. Nikolaus Schöch ist neuer Ehebandverteidiger im Vatikan

Der 1960 in Innsbruck-Mühlau geborene Franziskanerpater Nikolaus Schöch wurde als erster Österreicher zum (Ehe-)Bandverteidiger („Defensor vinculi“) am vatikanischen Höchstgericht der Apostolischen Signatur ernannt, wie Vatican News berichtet.

Die Fenster zur Ewigkeit: Bibliothekentagung in St. Peter

Die Erzabtei St. Peter in Salzburg ist am 26. und 27. 9. Gastgeber für eine internationale Tagung über die ältesten Bibliotheken der Welt. Die Vertreter der 4 ältesten Häuser in Verona, auf dem Sinai, in St. Gallen und St. Peter diskutieren historische Fragen und beraten über künftige Herausforderungen. Viele Stifte besitzen ebenfalls herausragende Bibliotheken deren Erbe tragende Bedeutung hat: „Die Bewahrung des kulturellen Bucherbes der Orden steht immer im Zusammenhang mit dem Wirken der Gemeinschaft. Es ist in seinem Bestand als Gesamtheit zu betrachten und spiegelt die Ordensgeschichte wider.“, so Karin Mayer, Leiterin des Bereichs für Kulturgüter der Orden. 

Jesuiten-General fordert Systemwechsel für Venezuela

Arturo Sosa, Generaloberer des Jesuitenordens, hat einen Systemwechsel in Venezuela gefordert. Die wirtschaftliche Lage sei „wirklich kritisch“ und der Alltag der Menschen werde immer schwieriger, sagte er am Montag vor internationalen Journalisten in Rom.Der venezolanische Ordensmann kritisierte etwa eine „systematische Verletzung der Menschenrechte“ und beklagte das Fehlen eines „vertrauenswürdigen Rechtssystems“ in seiner Heimat. Ohne internationale Unterstützung könne das Volk nicht mehr auf die Beine kommen.

Ordensmann: Verschärfte Lage in Aleppo bewegt viele zur Ausreise

Erinnerungen an die schrecklichen Tage der vergangenen Jahre und Angst vor einer nie mehr möglichen Rückkehr in die Normalität: Das macht derzeit in Aleppo, der einstigen Wirtschaftsmetropole Syriens, die Runde. In den Sommermonaten sei die Situation erneut schlechter geworden, berichtete der Pfarrer der Franziskanerkirche von Aleppo, P. Ibrahim Al-Sabagh in einem Interview vor dem jüngsten brüchigen Waffenstillstand für die Rebellenhochburg Idlib der Nachrichtenagentur "AsiaNews". "Für die christliche Gemeinschaft bedeutet das, dass sich eine neue Welle von Familien, die bisher ausgehalten haben, jetzt doch die Entscheidung fällt, das Land definitiv zu verlassen", so der Ordensmann.

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