Kultur & Dokumentation

Engel – Himmlische Boten

Erstmals öffnet das Stift St. Paul seine Pforten für eine Winterausstellung. Passend zur Adventzeit begibt sich Kurator Pater Gerfried Sitar auf den Spuren der Engel in der Kunst. Alle sind vertreten, vom Schutzengel bis zum gefallenen Engel Luzifer.

Die Faszination des Unfassbaren zieht Menschen in ihren Bann. Dazu zählen auch Engel, himmlische Wesen, die uns von Kindheit an begleiten. Der Schutzengel, der vielzitiert, im immer gefährlicher werdenden Alltag das Gefühl von Sicherheit zu geben vermag, ist dabei genauso gegenwärtig wie der Verkündigungsengel, der das berühmte „Ave Maria“ gesprochen hat, das in der Musik 1000fach besungen wird.

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Abb. 1: Engel, Details aus: Ein Engel verhindert das Opfer des Isaac Elias Jäger, Augsburg,1695,
Silber, getrieben, gegossen, graviert (c) Stift St. Paul
 

Von gelben Engeln spricht man im Straßenverkehr ebenso, wie von Engeln der Armen, die sich in den Slums dieser Welt um jene Menschen kümmern, gegen die sich das Glück offenbar verschworen hat. Engel stehen synonym für das Gute, das unserer Welt ein wenig abhanden gekommen scheint. Es wiederzufinden mag die Intention der erstmaligen Winterausstellung im Museum des Stiftes St. Paul sein, die uns unter dem Titel „Engel – Himmlische Boten“ durch die Vorweihnachtszeit begleiten wird. Und vielleicht ist die Ausstellung auch ein Weg, das Gute, ja das Sinnstiftende im Leben, wiederzufinden.

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Abb. 2: Anna selbdritt, Franz Joseph Spiegler, um 1740, Öl auf Leinwand (c) Stift St. Paul

„,Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind!‘, so verkündeten die Engel über dem Stall von Bethlehem, und sind nicht stumm geworden im Kriegslärm unserer Zeit. Diese braucht Engel mehr denn je – Geistwesen und solche, die beseelt sich für andere einsetzen, um die Erde ein wenig lebenswerter zu gestalten“, sagt P. Dr. Gerfried Sitar, Direktor des Museums im Stift St. Paul, der die Ausstellung kuratiert.

In den beheizten Kellergewölben des Museums mit seiner imposanten Bibliothek, die über 70.000 Bücher beherbergt, begegnen die Besucherinnen und Besucher Engelswesen aus unterschiedlichen Epochen der Kunst- und Kulturgeschichte. Gemälde, Skulpturen, Bücher, Grafiken und handgefertigte Krippen werden so zu Medien des himmlisches Kosmos mit all seinen Boten.

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Abb. 3: Buchdeckel, Christi Himmelfahrt, Elfenbeinrelief, Jüngere Metzer Schule, 9. Jahrhundert Rahmen,
15. Jahrhundert - Oberrhein (c) Stift St. Paul

Die Ausstellung wird im Zuge des Kloster-Adventmarktes am 25. November 2022 eröffnet. Weitere Öffnungszeiten: 26. und 27. November sowie jeweils an den Adventwochenenden samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Der Museumsshop mit all seinen klösterlichen Produkten ist zu den selben Zeiten geöffnet.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter: 
www.ordensgemeinschaften.at/kultur/ausstellungen
stift-stpaul.at jahresausstellung

[p. gerfried sitar, stift st. paul]

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