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Regulierte Tertiaren des hl. Franziskus

Prior: P. Mag. Thomas Kochuchira TOR

Adresse: 1140 Wien, Anzbachgasse 89
Telefon: +43 664 154 76 54
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https://www.wolfersberg.net


Geschichte:

Entstehung und Aufgabe

Die vom hl. Franz von Assisi gegründeten Ordensgemeinschaften sind in verschiedene Zweige geteilt.

Der Erste Orden ist in sich dreigeteilt: Minoriten-Konventualen, Franziskaner-Observanten und Kapuziner.

Der Zweite Orden, gewöhnlich Klarissenorden genannt, wurde von der hl. Klara und vom hl. Franz von Assisi gegründet.

Aus dem Dritten Orden, welcher ursprünglich für Laien gegründet wurde, entwickelten sich mit der Zeit auch Gruppen, die ein klösterliches Gemeinschaftsleben suchten und Ordensgelübde ablegten.

Sie werden daher "regulierte" Tertiaren des Dritten Ordens genannt.

Der Dritte Regulierte Orden des hl. Franziskus (T.O.R.) hat seit 1512 seinen Hauptsitz (Generalat) in Rom an der Basilika der hl. Cosmas und Damian.

Sein Zuständigkeitsbereich umfaßt den Männerorden - Tertiaren -, die selbstständigen Franziskanerinnen-Kongregationen und verschiedene Laien-Organisationen.

In Italien und USA bestehen je zwei Provinzen, in den Ländern Spanien, Frankreich, Jugoslawien, Österreich, Indien, Südafrikanische Republik und Sri Lanka je eine Provinz.

In Bangladesch, Mexiko, Paraguay und Peru betreibt der Orden Missionen, und in Schweden ist eine Bruderschaft beheimatet.

Spiritualität

Andauernde Bekehrung, Kontemplation, Armut, Demut und Gehorsam der Kirche gegenüber sind die Charismen, die im Zentrum franziskanischer Identität stehen.

Das grundlegende Charisma des Dritten Ordens ist ständige Bekehrung (metanoia) des Herzens und ein Leben in Übereinstimmung mit den Geboten und dem Evangelium.

Während seiner eigenen Bekehrungserfahrung schloß sich der hl. Franziskus einer Gruppe von Brüdern und Schwestern an, die in Assisi als die "Büßer von Assisi" bekannt war.

Diese Gruppe war ein Teil der Bußbewegung in Europa, welche bis in das dritte und vierte Jahrhundert zurückgeht. Männer und Frauen entschlossen sich, freiwillig ein Leben der Buße um des Gottesreiches und um ihres eigenen geistigen Wohlergehens willen anzunehmen.

Einige dieser Büßer waren verheiratet und lebten mit ihren Familien, einige lebten als Einsiedler, und wieder andere weihten sich dem Dienst an der Kirche in einem Gemeinschaftsleben.

Als Mitglied dieser Gruppe erlangte Franziskus von Assisi (1181-1226) von Papst Innozenz III. die Erlaubnis, das Evangelium zu predigen und eine Gemeinschaft von Brüdern zu gründen.

Für diese Gefährten schrieb er eine Empfehlung für ein heiligmäßiges Leben und gab ihnen eine erste Lebensregel.

Auch er schickte sie paarweise wie die ersten Jünger Jesu aus, um die Sünder zu bekehren und Kranke zu pflegen.

Diese Gruppe war die früheste Form des Dritten Ordens des hl. Franziskus; in ihr hat der Dritte Orden seine Wurzeln.

Ab 1215 schlug Franziskus sogenannte "Lebensregeln" (Memoriale propositi) für die "Büßer" vor, aus denen sich die Regel des Jahres 1221 entwickelte.

Im Jahre 1447 vereinigte Papst Nikolaus I. ungefähr 60 männliche Tertiaren-Gemeinschaften unter einem Pater General.

Dadurch wurde die organisatorische Grundlage für die heutige Form des Ordens gelegt.

 

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