Geschichte

Jesuiten (SJ)

ENTSTEHUNG

Jesuiten ist der Name für die Mitglieder der von Ignatius von Loyola gegründeten "Gesellschaft Jesu" (auch: Societas Jesu).

Diese Gemeinschaft nahm ihren Ursprung von sechs Freunden, die sich 1534 am Montmartre in Paris durch die Gelübde der Armut, Keuschheit und der Mission im Heiligen Land verbunden hatten.

Die Bereitschaft zu diesem Dienst war gewachsen in den Exerzitien, einer neuen Form geistlicher Übungen, zu denen Gott den hl. Ignatius in langen Jahren des Suchens und der Begnadung geführt hatte.

Das Neue dabei war, Jesus Christus als den heute lebendigen Herrn zu erfahren, der "mich hier und jetzt ruft".

Diesen im Gebet vernommenen Ruf verwirklichten die ersten Gefährten zuerst in der Verkündigung und im Dienst an Kranken und Sterbenden in Oberitalien.

Als sich dann die Überfahrt ins Heilige Land als unmöglich herausstellte, beschlossen die Freunde, sich dem Papst zur Verfügung zu stellen, bereit, alles zu tun, wozu er sie sende.

Die Entscheidung schließlich, einem unter ihnen Gehorsam zu leisten, machte aus den Gefährten eine bleibende Gemeinschaft und führte 1540 zur Anerkennung als Orden durch Papst Paul III. Nun wächst der neue Orden rasch.

Franz Xaver gelangt als Missionar bis in den Fernen Osten; bald schon folgen andere seinen Spuren und kommen hinein nach China, wo sie mit modernen Methoden, unter Verwendung von Wissenschaft und Technik, hohes Ansehen erlangen und damit die Voraussetzung für die Glaubensverkündigung schaffen.

In Europa sind es vor allem Schulen und Universitäten, Beicht- und Predigttätigkeit, wo Jesuiten für eine innere Reform der Kirche arbeiten.

Zur Zeit hat der Orden 17.500 Mitglieder, die in fast allen Ländern und in vielen verschiedenen Arbeitsbereichen tätig sind. Etwa 10.000 davon in Ländern der Dritten Welt.

LEBENSFORM UND AUFGABEN

Jesuiten, Brüder wie Priester, leben die drei Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams.

Doch gibt es weder ein gemeinsames Ordenskleid noch ein Chorgebet; Ignatius wollte frei sein für jede Form apostolischer Tätigkeit. Diese Verfügbarkeit für die jeweiligen Aufgaben bestimmt den Lebensstil der (meist kleineren) Gemeinschaften in den Häusern, in denen die Mitbrüder gemeinsam leben.

Heilige Messe und persönliches Gebet sind Quelle und Grundlage von Leben und Dienst. Die Aufgaben sind - allein in Österreich - sehr breit: von Sozialarbeit mit Straßenkindern bis zur Universität (Theologische Fakultät Innsbruck), Jugendarbeit bis Erwachsenenbildung, von Zeitschriften zu Pfarrei- und Seelsorgearbeit.

In allen Arbeiten sollen Vertiefung des Glaubens und Einsatz für die Ärmsten im Vordergrund stehen.

Es geht immer darum, heute, in den konkreten Lebensumständen, Zeugnis für Christus abzulegen.

Die jährlichen Exerzitien richten jeweils neu darauf aus.

AUFNAHME UND AUSBILDUNG

Die Befähigung zu diesem nicht leichten Einsatz erfolgt durch eine gründliche und differenzierte Ausbildung.

Sie beginnt mit dem zweijährigen Noviziat und umfaßt neben der Grundausbildung in Philosophie und Theologie auch Praktika und Spezialstudien.

Abgeschlossen wird sie mit einem Jahr geistlicher Formung, dem Tertiat.

Auch die Brüder erhalten sowohl eine berufsbezogene wie auch eine spirituelle und theologische Ausbildung.

KONTAKTADRESSEN

Provinzialat

1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 1
Tel. 01 / 512 52 32-16
Fax 01 / 512 48 99

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: http://www.jesuiten.org

 

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